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Neue Leiterin der Altenburger Musikschule hat viele Pläne

Porträt Neue Leiterin der Altenburger Musikschule hat viele Pläne

Vor nicht einmal vier Wochen hat Gabriele Herrmann den Chefposten an der Musikschule des Altenburger Landes übernommen. Auf OVZ-Nachfrage erzählt sie nun erstmals, welche Pläne sie für die Einrichtung hat. So sollen künftig verstärkt Senioren und behinderte Menschen in das Angebot der Schule einbezogen werden.

Gabriele Herrmann freut sich auf ihre neue Aufgabe als Leiterin der Musikschule des Altenburger Landes. Das Haus kennt sie seit 1993.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Natürlich kennt Gabriele Herrmann die Musikschule des Altenburger Landes schon ziemlich lange und ziemlich gut. Schließlich ist die Violinenlehrerin seit über 20 Jahren an der Einrichtung tätig. „Aber trotzdem befinde ich mich gerade in der Einarbeitungsphase“, sagt die neue Leiterin. Vor nicht einmal vier Wochen hat sie den Chefposten von Brigitte Gärtner, die in Rente gegangen ist, übernommen (die OVZ berichtete) und ist damit nun auch für Organisatorisches, Personalplanung und vieles mehr verantwortlich.

Zunächst wird sich die Pädagogin, die den Zuschlag auf die interne Stellenausschreibung bekommen hatte, beweisen müssen. Ihr unbefristeter Vertrag hat eine zweijährige Probezeit. „Mich hat es gereizt, nicht nur zu unterrichten, sondern die Dinge, natürlich gemeinsam mit dem Team, in die Hand zu nehmen“, erzählt sie, warum sie sich beworben hatte, und fügt hinzu: „Mir liegt die Musikschule und ihre Zukunft am Herzen.“

Deshalb möchte sie Vieles, was die Einrichtung bisher ausgezeichnet hat, in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren weiterführen. So sollen Schulwettbewerbe, Fachgruppenkonzerte und Unterricht für Einzelne und Gruppen weiterhin zum Standard gehören. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ganz wichtig. Wir wollen sie früh für Kultur begeistern“, beschreibt Herrmann.

Einige Ideen, um dies zu forcieren, hat sie bereits. „Es ist zum Beispiel geplant, Schülerkonzerte in Schulen zu organisieren, um die Instrumente vorzustellen.“ Denn bei der Auswahl greifen die Kinder häufig auf die seit Jahren beliebten Instrumente Klavier, Geige und Gitarre zurück. Auch beim Schlagzeug gibt es viele Interessenten. Weniger gefragt sind zurzeit Blockflöte und Bleichblasinstrumente. Ebenso wichtig wie die Breitenausbildung ist für Herrmann die Förderung talentierter Nachwuchsmusiker. „Jugend musiziert spielt eine große Rolle für unsere Schule. Es ist wichtig, dass Talente erkannt und früh gefördert werden“, sagt sie.

Doch für die Zukunft der Schule möchte die Chefin noch mehr Erwachsene einbinden. Momentan stellen diese von den 900 Schülern nicht einmal ein Drittel. „Gerade Senioren können auch im Alter noch ein Instrument lernen. Sie werden es zwar nicht mehr mit der Perfektion spielen wie junge Leute, die mehr Zeit zum Üben haben, aber ihre Motorik und auch der Geist wird dabei geschult.“ Die ältere Klientel anzusprechen, sei aber nicht nur wegen der älter werdenden Gesellschaft eine gute Idee, sondern Herrmann sieht es auch als Aufgabe: „Mir liegt es am Herzen, Senioren miteinander in Kontakt zu bringen.“ Ebenso würde sie als Musikschule gern an Projekten und der musikalischen Schulung von Menschen mit Behinderung mitwirken. „In diesem Bereich können wir einiges tun.“

Trotz ihrer Leitungsposition will sich Herrmann weiter dem widmen, was sie an der Arbeit in der Musikschule bisher gereizt hat: dem Unterrichten. Seit 1993 bildet sie Schüler an der Violine und Viola sowie im Klassenmusizieren aus. Zuvor war die studierte Orchestermusikerin und Pädagogin sieben Jahre am Altenburger Landestheater beschäftigt. Dass sie einen musikalischen Weg einschlagen würde, lag dabei wohl auch am musikalischen Elternhaus: Der Vater arbeitete am Gewandhaus, somit lernte Herrmann von Kindesbeinen an das Violinenspiel. Inzwischen wohnt die gebürtige Leipzigerin in Kohren-Sahlis, spielt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter in kleinen Ensembles. Und wenn sie mal nicht musikalisch unterwegs ist, arbeitet sie zum Ausgleich gern in ihrem Garten.

Von Jenifer Hochhaus

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