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Altenburg Neue Planung: Im Altenburger Land sind nun sieben Gebiete für Windräder vorgesehen
Region Altenburg Neue Planung: Im Altenburger Land sind nun sieben Gebiete für Windräder vorgesehen
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05:00 15.04.2016
Im Altenburger Land sollen weitere Windkraftanlagen aufgestellt werden. Quelle: dpa
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Altenburg

Bislang gab es im Altenburger Land nur drei Gebiete, auf denen das Aufstellen von Windkraft-Anlagen erlaubt war, bei Rositz, Starkenberg und unweit des Schmöllner Ortsteils Nitzschka. Schon das ist im Landkreis etlichen Bürger zu viel. Doch selbst diese Zeiten könnten bald vorbei sein. Künftig könnten sich sogar auf sieben großen Flächen die Riesen-Spargel drehen. Das geht aus dem Entwurf der neuen Regional-Planes für Ostthüringen hervor, der derzeit als Vorab-Information im Internet einsehbar ist und bald auch öffentlich ausliegt.

Anlass für die Überarbeitung der seit 2012 gültigen Pläne ist eine erfolgreiche Klage gegen den Regionalplan vor dem Bundesverwaltungsgericht. Bereits in den Instanzen zuvor hatten die Richter bemängelt, dass bei der Ermittlung der drei Vorrangflächen nur unzureichend zwischen sogenannten harten und weichen Tabuzonen unterschieden wurde.

Harte Verhinderungsgründe sind beispielsweise der Eingriff in Naturschutzbelange, Lärm, Schatten und die Beeinträchtigung militärischer Anlagen. Ein weicher Faktor wäre beispielsweise die Auffassung der Regionalpolitiker, dass die Strom-Spargel nicht in die Landschaft passen und man dort keine Windräder möchte, um ein sehenswertes Gebiet nicht zu verunstalten. Das aber reichte den Gerichten nicht aus.

Mit ihrer Klage strebten die Windkraftbetreiber an, mehr als jene drei Gebiete im Landkreis auszuweisen. Starkes Interesse gab es ebenso für den Fuchsberg bei Thonhausen oder zwischen Wildenbörten, Mohlis und Drogen. Und genau dort könnten die Riesen-Spargel künftig aus dem Boden schießen. Doch nicht nur da.

Ein erstes neues Gebiet liegt südöstlich von Jückelberg und nordöstlich von Wolperndorf, direkt an der Landesgrenze zu Sachsen, ist 38 Hektar groß und wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Diese Fläche grenzt unmittelbar an eine bestehenden Windpark mit zehn Anlagen bei Penig in Sachsen.

Das zweite, 248 Hektar große, Gebiet befindet sich zwischen den Gemeinden Großenstein und Löbichau, nordöstlich der Autobahn. Problematisch hierbei ist, dass bei zwei Brutvorkommen der Mindestabstand zu einem Rotmilan-Horststandort nicht eingehalten wird.

Dritter neuer Standort ist der Fuchsberg bei Thonhausen, wo das Landratsamt bereits drei Windkraftanlagen genehmigt hatte und wo noch zwei weitere beantragt sind. Die Investoren hatten hierbei ausgenutzt, dass der Regionalplan wegen seiner Mängel eine Zeit lang nicht gültig war und Anträge nur nach Baurecht genehmigt werden konnten. Denn eigentlich war die höchste Erhebung des Kreises bislang ganz und gar nicht für Windräder vorgesehen.

Das galt ebenso für das Areal zwischen Wildenbörten, Drogen und Schmölln, nördlich der B 7, das nun ebenso in den Entwürfen steht. Die 31 Hektar große Fläche liegt ebenso in einem Gebiet, wo sich Rot- und Schwarzmilan aufhalten. Die geforderten Abstände zu den Horststandorten werden hier jedoch eingehalten, heißt es in der Begründung.

Insgesamt werden in Ostthüringen 39 Vorranggebiete für Windenergie ausgewiesen. Dies ist allerdings nur ein erster Entwurf, der nun in einem aufwendigen und monatelangen Prozess diskutiert, abgewogen und erst im März 2018 durch die Regionale Planungsgemeinschaft endgültig beschlossen werden soll. In diesem Gremien ist das Altenburger Land mit fünf Mitgliedern vertreten.

Von Jens Rosenkranz

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