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Neue Spendengelder: Sanierung im Garbiser Quellenhof kann weitergehen

Mehrere Schecks Neue Spendengelder: Sanierung im Garbiser Quellenhof kann weitergehen

Seit mehr als zehn Jahren läuft die Sanierung des denkmalgeschützten Quellenhofes in Garbisdorf. In dieser Zeit sind mehr als 2,3 Millionen Euro in die Gebäude geflossen. Der Eigenanteil der Gemeinde Göpfersdorf liegt mittlerweile bei 700.000 Euro. Die Hälfte davon stammt aus Spenden.

In diesem und im nächste Jahr wird an der großen Scheune des Quellenhofes gearbeitet.
 

Quelle: Mario Jahn

Garbisdorf. Große Freude herrschte im Quellenhof in Garbisdorf bereits vier Wochen vor Weihnachten. Dafür sorgten gleich mehrere Spendenschecks in einer Gesamthöhe von 30.500  Euro, die für die weitere Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes vorgesehen sind. Von der Bürgerstiftung Altenburger Land, die das Projekt seit zehn Jahren regelmäßig mit Zuwendungen unterstützt, gab es diesmal 10 000 Euro. „Seit 2005 sind bereits 156.500 Euro Stiftungsgelder in das Großprojekt Quellenhof geflossen“, betonte Uwe Buchheim von der Bürgerstiftung.

Auf diesen Scheck legte die Sparkasse ganz zur Freude von Göpfersdorfs Bürgermeister Klaus Börngen (Heimatverein) und des Vorsitzenden des Heimatvereins Ralf Quellmalz noch einen Scheck in Höhe von 20 000 Euro obendrauf.
Aus seiner jährlichen Weihnachtsspendenaktion unterstützt der Energieversorger Envia mit 500 Euro das Kulturgut Quellenhof. „Für mich ist der Quellenhof ein Leuchtturm im Altenburger Land und ich hoffe, dass wir viele Nachahmer für unsere Spenden finden“, sagte Sparkassen-Vorstand Bernd Wannenwetsch. Es sei immer wieder beeindruckend zu sehen, was hier Jahr für Jahr entsteht und welche Veranstaltungen es inzwischen gibt.

„Vor Jahren habe ich das Projekt für nicht umsetzbar gehalten“, gesteht Landrätin Michaele Sojka (Linke), Vorsitzende des Sparkassenvorstandes und gleichzeitig Vorsitzende des Stiftungsvorstandes. Doch was hier bisher entstanden ist, sei beachtlich und eng mit ehrenamtlichen Engagement verbunden. Die Sanierung des Gehöftes läuft von Anfang an unter der Regie des Heimatvereins. Seit Beginn der Arbeiten sind bereits 2,3 Millionen Euro in den Erhalt oder die umfassende Sanierung der einzelnen Gebäude geflossen. Rund eine Drittel der Summe musste die Kommune als Eigenanteil aufbringen. Die Hälfte, nämlich 350.000 Euro sind Spenden von zahlreichen Bürgern.

„Was wir hier bisher geschaffen haben zeigt, dass wir als kleiner Ort mit rund 250 Einwohnern mit unserer Vermessenheit sehr erfolgreich sind“, meint Börngen. „Der für dieses Jahr geplante große Schritt bei der Sanierung der Scheune ist an höherer Gewalt gescheitert. Wir haben nicht die Fördermittel bekommen, die wir beantragt haben“, berichtet er. Weil die Gemeinde aber nicht die nötigen 140.000 Euro vorfinanzieren konnte, sei manches ins nächste Jahr verschoben worden. Es sei schon ein Risiko gewesen, 70.000 Euro vorzufinanzieren, ohne zu wissen ob die Fördermittel überhaupt kommen. Doch inzwischen ist alles abgerechnet und das Geld auf dem Konto der Gemeinde. Der Eigenanteil der Gemeinde lag in diesem Jahr laut Börngen bei 25.000 Euro.

Im kommenden Jahr stehen nun die verschobenen Arbeiten auf dem Plan. Das heißt: Die Scheune bekommt Türen, Tore und Fenster, außerdem wird der Unterbeton wird eingebaut. Eventuell wird auch noch der Natursteinsockel von außen angebracht. Für die Kosten von 70.000 Euro seien die Fördergelder beantragt und auch der Eigenanteil von nochmals 25.000 Euro sei gesichert, so der Bürgermeister. Er hofft, dass die Bauarbeiten im zweiten Halbjahr 2016 so weit fortgeschritten sind, dass der Heimatverein sein gesammeltes Material einlagern und für 2017 eine Ausstellung damit vorbereiten kann.

Von Marlies Neumann

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