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Altenburg Neue Straße in Breitenhain mit kleinem Fest eingeweiht
Region Altenburg Neue Straße in Breitenhain mit kleinem Fest eingeweiht
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00:16 22.11.2016
Mitglieder des Jugendblasorchesters Lucka sind bei dem Straßenfest mit von der Partie. Quelle: Mario Jahn
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Lucka

Mit einer Baustelle vor der Tür mussten sich die Anwohner der Falkenhainer Straße im Luckaer Ortsteil Breitenhain fast 15 Monate arrangieren. Jetzt endlich sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Als kleine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten während dieser Zeit waren sie am Donnerstagabend zur Straßeneinweihung und einem kleinen Straßenfest eingeladen.

Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn (parteilos) dankte der Baufirma, die das anspruchsvolle Projekt des grundhaften Ausbaus der Straße verwirklicht hatte und dem Planungsbüro, welches das Vorhaben begleitete.

„Für die Stadt Lucka belaufen sich die Gesamtkosten für die Maßnahme einschließlich der Nebenanlagen auf rund 580 000 Euro. Ohne den Zuschuss von 250 000 Euro aus dem Programm zur Förderung des Straßenbaus hätten wir das Projekt nicht finanzieren können“, betonte sie. Der Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) investierte in neue Trink- und Abwasserleitungen mit rund 880 000 Euro einen noch größere Summe. „Wir haben 650 Meter Schmutzwasserleitung, 415 Meter Regenwasserleitung und 690 Meter Trinkwasserleitung neu verlegt“, nannte ZAL-Werkleiter Lars Merten einige Fakten. Er war ebenso wie Mitarbeiter der Baufirma bei der Straßeneinweihung dabei.

„Die neue Straße ruht nun auf sicherem Grund. Ein Blick auf die neue Fahrbahn lässt die vielen Rohrbrüche und Schlaglöcher der Vergangenheit vergessen. Kein Freileitungsmast verstellt mehr den Blick ins Dorf. Jedes Grundstück an der Straße hat eine gepflasterte Einfahrt sowie neue Hausanschlüsse für Wasser, Abwasser und Energie“, meinte Backmann-Eichhorn. Für das kleine Fest habe sich mit Herbert Werner, dem ehemaligen Chef der Guss Meuselwitz, sogar ein Sponsor aus dem Ort gefunden.

Dass es bei so einer großen und umfangreichen Baumaßnahme nicht ohne Probleme abgeht, versuchte Werner an einigen Episoden deutlich zu machen. „Die einzigen, die die Sperrung so richtig ernst nahmen, waren die Entsorgungsfirmen. Also mussten wir über Monate unsere Tonnen an andere Stellen im Ort bringen. Verstanden haben wir auch nicht, warum sich die Bauarbeiten so lange hingezogen haben“, meinte er. Jetzt sei die Straße aber endlich fertig und Breitenhain damit aufgewertet. „Ich hätte mir das schon in den 1990er-Jahren so gewünscht“, sagte er.

Während der Bauzeit sei es nicht immer so einfach gewesen, bestätigen mehrere Anwohner. So hätten sie wochenlang ihre Autos auf Parkplätzen außerhalb des Ortes abstellen müssen. Und nicht nur Martina Zorn hat sich in dieser Zeit mehrere Fahrradreifen platt gefahren. Wenn aber zum Beispiel Bewohner mit Krankenwagen zu wichtigen Behandlungen gebracht werden mussten, sei mit der Baufirma immer eine Lösung gefunden worden.

Unter den Strahlern eines Feuerwehrautos der Luckaer Feuerwehr waren dann bei Roster und Glühwein die kleinen Unwägbarkeiten der vergangenen Monate schnell vergessen.

Von Marlies Neumann

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