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Neuentwickelte Heizanlage in Treben als Pilotprojekt

Innovation Neuentwickelte Heizanlage in Treben als Pilotprojekt

Die Gemeinde Treben stellte für ein Pilotprojekt die Heizungsanlage in ihrem Rittergut, dem Verwaltungssitz der VG Pleißenaue, zur Verfügung. Mit dem neuentwickelten Wärmepumpenheizkraftwerk kann die Gemeinde in Zukunft bis zu 40 Prozent an Heizkosten sparen. Gefördert wird die Innovation zu 75 Prozent.

Mit einer neuentwickelten Pilotanlage können im Rittergut Treben bis zu 40 Prozent der Heizkosten gespart werden.

Quelle: Mario Jahn

Treben. In Zeiten, in denen die Kommunen aufs Geld schauen und jeden Euro zweimal umdrehen müssen, ist jede Möglichkeit zu sparen willkommen. Einsparungen bei einer neuentwickelten Heizanlage von bis zu 40 Prozent ließen deshalb den Trebener Bürgermeister Klaus Herrmann (CDU) aufhorchen. Das innovative Projekt, bei dem es um die Optimierung von Heizungsanlagen geht, stieß bei ihm sofort auf offene Ohren. Folgerichtig stellte die Gemeinde Treben kurzerhand ihre Heizkeller und ihre Heizungsanlage für ein Pilotprojekt zur Verfügung.

Entwickelt hatte die neue Anlage, die fast so groß wie die vorhandene ist, die IZ Konzept Gesellschaft, die sich mit Forschung und Entwicklung zum Thema Optimierung von Heizanlagen und Blockheizkraftwerken beschäftigt. „IZ steht für Innovative Zukunft. Wie der Name schon sagt, werden hier innovative Methoden zur Einsparung und Eigenproduktion von Strom und Heizenergie entwickelt und eingesetzt“, so Steffen Schlegel, der an der Entwicklung der Heizanlage maßgeblich beteiligt war.

Schon heute sei es dem Entwicklerteam möglich, mit der Anlage Einsparungen von bis zu 40 Prozent zu erzielen. Das gelinge dadurch, dass bestehende Komponenten weiter entwickelt werden oder komplette Eigenentwicklungen zum Einsatz kommen.

„Im Rittergut Treben, dem Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue, ist ein von uns entwickeltes neuartiges Wärmepumpenheizkraftwerk neben der bestehenden Heizanlage verbaut. In Betrieb ging es erst vor wenigen Tagen“, so Schlegel. Die eingebaute Software und Steuergeräte ermöglichen eine Fernwartung der Anlage. 98 Prozent der möglichen Fehlermeldungen könnten über dieses sichere Fernwartungsmodul behoben werden. Das bedeutet schnellen Service und erspart Fahrten vor Ort.

Schlegel wies weiter darauf hin, dass sich bereits nach wenigen Tagen Laufzeit der Neuentwicklung eine Produktion von 1300 Kilowattstunden Strom als Abfallprodukt ergebe. Dieser kann im Gebäude des Rittergutes selbst genutzt und zum Beispiel zum Betrieb der Anlage ohne externen Strom eingesetzt werden. „Nichtverbrauchter Strom kann zudem ins Netz eingespeist werden“, sagt Herrmann, der dadurch auf zusätzliche Einnahmen hofft.

„Da es sich in Treben um eine Pilotanlage für die Weiterentwicklung handelt, wird an der einen oder anderen Stelle sicher noch etwas nachjustiert werden, um weitere ökonomische und ökologische Verbesserungen zu erzielen“, erklärt Schlegel.

Trebens Bürgermeister zeigt sich angetan von der neuen Anlage und hofft, dass sie seiner Gemeinde tatsächlich die zugesagten Einsparungen bringen werde.

Die Kosten für das Pilotprojekt, die mit 50 000 Euro zu Buche schlagen, werden zu 75 Prozent durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (Eler) gefördert. Der Eigenanteil der Gemeinde finanzierte sich aus den Einsparungen, die die Neuentwicklung bringen soll.

Von Marlies Neumann

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