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Altenburg Neuer Besucherrekord trotz personeller Sorgen
Region Altenburg Neuer Besucherrekord trotz personeller Sorgen
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05:00 02.01.2017
Gisela Korsun (2.v.r.) zeigt den Besuchern des Papiermuseums Fockendorf das Handschöpfen von Papierbögen. Quelle: Mario Jahn
Fockendorf

Mit einem neuen Besucherrekord ging das Jahr 2016 für das Papiermuseum und dessen Traditionsverein zu Ende. Mehr als 2100 Besucher haben von März bis November die Museen aufgesucht, darunter 61 Gruppen an Wochentagen, darunter wiederum 26 Schulklassen. Die Gruppen kamen unter anderem aus ganz Thüringen, vorwiegend jedoch aus dem Altenburger Land, sowie aus mehreren sächsischen Orten.

„Durch den Ausfall mehrerer Vereinsmitglieder waren wir personell geschwächt. Nur dem Einsatz der verbliebenen aktiven Mitglieder ist es zu verdanken, dass die vereinbarten Besuchertermine abgesichert werden konnten“, hebt Vereinschef Frank Heinzig gegenüber der OVZ hervor. Gegenwärtig habe der Verein zwar immer noch 26 Mitglieder, aber die Schar derer, die die Betreuung der Besucher vor allem an den Wochentagen absicherten, werde immer kleiner. Diese Situation führe zwangsläufig dazu, dass künftig nicht mehr alle Anmeldungen von Gruppen zu berücksichtigen sind. Das habe natürlich Folgen: Die Besucherzahlen gehen künftig zurück. Wegen Personalsorgen könnten auch nur noch in Ausnahmefällen externe Veranstaltungen abgesichert werden.

„Von solchen Events gab es 2016 einige. Und deren Reigen begann mit einem Paukenschlag – der Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin“, meint Heinzig. Außerdem habe sich der Traditionsverein an einer Veranstaltung in Marienberg, an den Westerntagen in Haselbach und am Rositzer Bauernmarkt beteiligt. Ein weiterer Höhepunkt sei das Fockendorfer Dorf- und Vereinsfest am 3. September gewesen. „Dass wir diese Veranstaltungen personell überhaupt absichern konnten, ist auch der Hilfsbereitschaft einiger Frauen zu danken, die nicht Mitglied des Vereins sind“, so der Vereinschef.

Bereichert wurde das Museumsangebot 2016 durch drei Sonderausstellungen. Die erste wurde im März unter dem Titel „Erstaunliche Kunstwerke aus Papier“ eröffnet. Schwerpunkt dabei waren Papierplastiken des sächsischen Künstlers Horst Schumann. Eine seiner Plastiken, die Darstellung der historischen Arbeit an der Schöpfbütte, hat der Verein käuflich erworben. Eine zweite Sonderausstellung war Friedrich Gottlob Keller gewidmet, dem Erfinder des Holzschliffs, und damit zugleich der Verwendung von Holz als Rohstoff für Papier überhaupt. Die dritte Sonderausstellung war dem 20-jährigen Jubiläum des Vereins gewidmet.

Freuen konnte sich der Traditionsverein wieder einmal über finanzielle Zuwendungen. Von Mitgas gab es entsprechend eines Sponsoringvertrag 500 Euro. Vom Landratsamt erhielt die Einrichtung Zuwendung aus Mitteln der Thüringer Ehrenamtsstiftung in Höhe von 450 Euro. „Außerdem sind mehrere bedeutende Sachzuwendungen in unseren Besitz übergegangen“, freut sich der Vereinschef.

Zum einen habe die Urenkelin des letzten privaten Besitzers der Papierfabrik Greiz, Felix Günther, dessen papiergeschichtlichen Nachlass dem Museum übereignet. Es handelt sich unter anderem um mehr als 20 Fotoalben, zahlreiche Bilder und unzählige originale Dokumente aus der Zeit vom 18. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Des Weiteren habe die Papierfabrik Grünperga in Grünhainichen eine historische Wickelpappenmaschine kostenlos zur Verfügung gestellt und die Firma Heimbach GmbH & Co. KG habe zwei neue Trockensiebe für die Papiermaschine im Wert von insgesamt 1114 Euro gesponsert.

„Die Übernahme des papiergeschichtlichen Nachlasses des Greizer Papierfabrikanten Felix Günther hat uns dazu bewogen, in der kommenden Saison eine Sonderausstellung über die Papierfabrik Greiz zu gestalten“, kündigte Heinzig an. Die Eröffnung der Sonderausstellung ist für den 25. März 2017 – zum Start in die neue Saison – geplant.

Von Marlies Neumann

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