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Altenburg Neues Dach und neue Fenster - aber erst 2015
Region Altenburg Neues Dach und neue Fenster - aber erst 2015
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20:33 12.09.2013

Wasser selbst habe die Kunstwerke noch nicht beschädigt. Durch die sehr starken Regenfälle gab es neue Feuchtigkeitsschäden in den Ausstellungsräumen, sagte Nauhaus.

Ihre Worte waren nicht in den Wind gesprochen. Der Kreistag hat sich vorgestern zur dringend nötigen Sanierung des Museums bekannt - nicht nur mit Worten, sondern auch mit Geld. Den Antrag dafür hatte die FDP-Fraktion eingebracht. Allerdings wandelte erst Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) den FDP-Text in einen tragfähigen Vorschlag um, dem die Mehrheit des Hauses zustimmen konnte. Den Antrag der Liberalen bezeichnete der OB als zu allgemein. "Man sollte schon exakt zur Sache gehen und nicht so lala", bemerkte Wolf.

Dem Beschluss zufolge sollen im Kreishaushalt 2014 zunächst die Planungskosten in Höhe von 60 000 Euro eingestellt werden - mit dem nötigen Vermerk der gesamten Investition in Höhe von 495 000 Euro. Diese Summe soll in der Finanzplanung des Kreises für 2015 stehen und in jenem Jahr auch ausgegeben werden. OB Wolf informierte die Kreisräte über ein Schreiben, wonach der Freistaat bereit sei, 420 000 Euro für die Dach- und Fenster-Sanierung beizusteuern. Der Oberbürgermeister kündigte an, für die Sanierung auch Städtebau-Fördermittel zu beantragen. Seine Stadt würde sich mit 80 000 Euro beteiligen. Dieses Finanzierungsmodell bezeichnete Wolf als klares und nötiges Signal an das Land, dass Kreis und Stadt es mit der Sanierung und der Bereitstellung eigener Gelder ernst meinen. Bis auf die Fraktion der Regionalen stimmte dem der Kreistag zu.

Mit einer solch übergroßen Mehrheit rechnen konnte man dabei bis zur Abstimmung aber nicht. Denn die Fraktionen zeigten sich vorgestern ausnehmend streitlustig und kaum gelaunt, strittigen Vorlagen zuzustimmen. Dass beim Schutz des einzigartigen Museums mit seinen wertvollen Sammlungen dringender Handlungsbedarf besteht, war allerdings parteiübergreifender Konsens. Selbst die Regionalen sahen zur nötigen Sanierung keine Alternative. Der Kreis sei sogar verpflichtet, Haus und Sammlungen zu schützen, sollten sie gefährdet sein, sagte Fraktionschef Klaus-Peter Liefländer. Man sei aber mitten in der Haushalts-Diskussion für 2014. "Da geht es nicht, mal eben so Geld für das Lindenau-Museum einzustellen", forderte Liefländer einen planvolleren Umgang mit den Etat-Mitteln für nächstes Jahr.

Einen solchen wird es für das Museum bald geben müssen. Neben undichten Fenstern hat Direktorin Nauhaus noch mehr Sorgen: Es fehlt ein Gemälderestaurator, Geld, um Ausstellungen zu bewerben und ein dringend nötiger Anbau.

Jens Rosenkranz

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