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Neues Heimatbuch über Falkenhain erschienen

Ortschronist widmet sich 800-jähriger Geschichte Neues Heimatbuch über Falkenhain erschienen

Wissenswertes aus der 800-jährigen Geschichte von Falkenhain hat Reinhard Steinert in einem jetzt erschienen Heimatbuch zusammengetragen. Der gebürtige Falkenhainer hat auf 158 Seiten über die Kirche des Ortes, die wechselvolle Geschichte des Rittergutes, die Schule, Vereine sowie bekannte Persönlichkeiten, die aus dem Dorf stammen, geschrieben.

Das Heimatbuch, das Reinhard Steinert anlässlich des 800-jährigen Bestehens von Falkenhain verfasst hat, ist dieser Tage erschienen.

Quelle: Mario Jahn

Falkenhain. Heimatgeschichte ist seit Jahrzehnten sein Hobby und Ortschronist seine Berufung. Als waschechter Falkenhainer kennt Reinhard Steinert jedes Gebäude, fast jeden Einwohner und unzählige Geschichten aus dem Dorf. Mit der Historie seiner Heimat befasst sich der fast 80-Jährige bereits seit seiner Schulzeit. So richtig in die Materie eingedrungen ist er dann ab 1992, seit dem ist er der ehrenamtliche Ortschronist. Seit dem hat er zahlreiche Artikel publiziert.

Animiert durch die Chroniken, die Prößdorf und Mumsdorf anlässlich ihrer Ernstnennungsfeierlichkeiten herausgaben, erschien ihm die 800-Jahr-Feier seines Ortes Grund genug, ein Heimatbuch herauszugeben. Deshalb war er ab dem vergangenen Sommer intensiv damit beschäftigt, seine vielen bereits vorhanden heimatgeschichtlichen Artikel zusammenzutragen und zu ordnen.

„Tatkräftig unterstützt habe mich dabei zwei Frauen. Gisela Schweingel aus Falkenhain und Antje Friede aus Zschortau haben meine Texte am Computer aufbereitet, das Buch gestaltet und die Bilder aufgearbeitet. Beide haben mal in Druckereien gearbeitet, kennen sich mit der Materie also aus“, erzählt Steinert in seiner gewohnt ruhigen Art. Sie hätten das mit viele Freude, vor allem aber ehrenamtlich gemacht. Er selbst hat zwar einen Computer, doch nur zum Schreiben.

In der ersten Auflage des Heimatbuches sind beim Sell-Verlag in Altenburg 250 Stück gedruckt worden. Es gäbe bei Bedarf jedoch die Option, weitere Bücher drucken zu lassen, beruhigt Steinert alle, die vom ersten Schwung kein Exemplar abbekommen.

Ein Schwerpunkt in seinem Buch sei die Kirche, denn dazu habe er in alten Unterlagen die besten Informationen gefunden, so Steinert. Für erwähnenswert hält er auch alte Dorfansichten, die in der Chronik zu finden sind. Akribisch hat der fast 80-Jährige in den vergangenen Jahren außerdem Material über bekannte Persönlichen, die aus Falkenhain stammen, zusammen getragen. Ob nun Julius Blüther, der weltberühmte Klavierbauer, der Bergwerkdirektor Kurt Bähr, der Kommunalpolitiker Max Bohne oder der Grafiker Herbert Gentzsch – sie alle sind gebürtige Falkenhainer und im Heimatbuch bedacht.

„Bei der Eingemeindung nach Meuselwitz habe ich bei der Umbenennung der Straßen die Gunst der Stunde genutzt und die Namen einiger dieser Persönlichkeiten als Straßennamen vorgeschlagen. So gibt es heute im Ort zum Beispiel eine Kurt-Bähr-Straße oder eine Julius-Blüthner-Straße“, berichtet der Chronist mit ein bisschen Stolz.

Mehrere Seiten in seinem Buch widmet Steinert außerdem der Entwicklung des Falkenhainer Schulwesens. Auf zahlreichen Klassenfotos finden sich sicherlich so manche Falkenhainer wieder.

„Mein Buch ist mehr als ein Geschichtsbuch, denn es beinhaltet viele Bilder und die braucht es meiner Meinung nach in solche einer Chronik“, so Steinert. Neben Reproduktionen von alten Fotos und Ansichtskarten hat er viele Bilder selbst geschossen.

Die erste Auflage des Heimatbuches hat der Ur-Falkenhainer vorfinanziert. Bereits vor dessen Erscheinen habe es eine Liste mit Vorbestellungen gegeben. Mehrere Exemplare, die pro Stück 20 Euro kosten, hat der Autor noch am Erscheinungstag verkauft. Zwei Euro pro verkauftem Buch fließen als seine Spende in die Finanzierung der 800-Jahr-Feier, die vom 10. bis 12. Juni stattfindet.

Erwerben kann man das Heimatbuch direkt bei Reinhard Steiner in Falkenhain, Karl-Marx-Straße 6, oder in nächsten Tagen in der Buchhandlung Am Markt in Meuselwitz.

Von Marlies Neumann

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