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Neujahrsempfang der Nordregion

Neujahrsempfang der Nordregion

Im Saal des Gasthofes Zechau hat in den letzten Jahren vor allem der Faschingsverein das Zepter geschwungen. Gestern Vormittag waren hierher rund 180 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen der Einladung der drei Kommunen der Nordregion zum neunten gemeinsamen Neujahrsempfang gefolgt.

Zechau.

 

 

 

 

Von Marlies Neumann

Frische Farbe an den Wänden und ein aufpolierter Fußboden erwartete die Gäste des Neujahrsempfangs im Gasthof Zechau. Die Karnevalisten hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um den recht kleinen Saal für den großen Empfang aufzupeppen. Dazu gehörte auch, die Bühne so herzurichten, dass das Luckaer Jugendblasorchester, das schon Stammgast bei den Neujahrsempfängen der Nordregion ist, genügend Platz hatte. Kriebitzschs Bürgermeister Bernd Burkhardt, der in diesem Jahr den Vorsitz im Rat der Bürgermeister der Nordregion innehat, würdigte die Mühen des Vereins.

"Wie geht es weiter mit der Nordregion?", mit dieser Frage begann er dann seine Neujahrsrede. Eine Antwort darauf hatte er zwar nicht parat. Doch er erinnerte daran, dass die Kriebitzscher bereits 2007 in einem Bürgerbescheid für die weitere Selbstständigkeit der Gemeinde plädierten. Was die Luckaer im vergangenen Jahr ebenfalls taten. "Also harren wir der Dinge, die uns in nächster Zeit erwarten", meinte er.

Wie überall haben auch die Bürgermeister in der Nordregion mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. "Der lässt sich nicht aufhalten, geschweige denn umkehren. Wir müssen uns dem Wandel anpassen und damit fertig werden, dass bei sinkenden Einnahmen die Ausgaben steigen. Das hat zur Folge, dass es keine größeren Investitionen mehr geben kann", sagte Burkhardt. Die freiwilligen Leistungen würden dieser Entwicklung als Erstes zum Opfer fallen. Er mahnte an, künftig "nur sinnvolle Zusammenschlüsse" vorzunehmen und dabei die Kreisstadt Altenburg nicht aus dem Blick zu verlieren.

Trotz der immer weniger werdenden kommunalen Finanzen konnte er gestern eine positive Bilanz für alle drei Kommunen der Nordregion ziehen. Investiert wurde überall, doch fast nur in solche Projekte, für die Fördermittel flossen. Und dieser Trend wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen.

Das trifft auf die weiteren Sanierungsmaßnahmen in der Luckaer Kita, den Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße in Prößdorf ebenso zu wie die Fortführung der Fassadengestaltung des Meuselwitzer Gymnasiums oder den Rückbau von Gebäuden in der Schnauderstadt.Die Kriebitzscher werden ihre Kindereinrichtung erweitern, die Heizung im Gemeindezentrum erneuern und eine fast 70 Meter lange Mauer an der ehemaligen Schule sanieren. "Durch unsere Hartnäcktigkeit haben wir es geschafft, dass der Kriebitzscher Ortsteil Zechau für 2014 bis 2018 ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde", verkündete Burkhardt voller Freude.

Landrätin Michaele Sojka (49, Linke)verwies darauf, dass in der Nordregion solche wichtigen Betriebe ansässig seien wie die Guss Meuselwitz, die Bluechip AG, das Wellpappenwerk oder das Gummiwerk. Auch diese Unternehmen brauchten Fachkräfte. Voraussetzung dafür sei eine gute Bildung und die Zusammenarbeit von Firmen und Schulen. Das Projekt Kurs 21 sei dafür ein gutes Beispiel.

Für lachende aber auch nachdenkliche Gesichter sorgte wieder einmal das Meuselwitzer Urgestein Luise Perchner. In Reimform nahm sie in ihrer liebenswerten Art Missstände in der Nordregion auf die Schippe und lobte solche Dinge wie den neuen Schlosseingang.

 

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