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New Generation päppelt alte Baptisten-Heimstatt in Altenburg wieder auf

Neues Jugendzentrum entsteht New Generation päppelt alte Baptisten-Heimstatt in Altenburg wieder auf

Ein Zentrum für Kinder und Jugendliche plant der in Chemnitz beheimatete Verein New Generation. Dafür kaufte man bereits vor Jahren das ehemalige Domizil der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde im Johannisgraben 3a. Jetzt haben die Sanierungsarbeiten begonnen.

Jetzt ist der alte Putz ab und läuft die Sanierung. Rebekka Weiß und Tilo Reichold freuen sich auf das Kommende.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Bessere Tage hat das Gebäude Johannisgraben 3a in Altenburg schon erlebt. Jahrzehntelang nutzte es die hiesige Baptistengemeinde für ihre Treffen und Veranstaltungen. Nach einem folgenden Intermezzo der Jugendkunstschule folgte dann der Leerstand der Immobilie. Aber bereits im Jahr 2012 kaufte der in Chemnitz beheimatete und 1995 gegründete Verein New Generation die Immobilie und wollte dort ein Kinder- und Jugendzentrum einrichten.

Nach dieser Ankündigung vor knapp vier Jahren kehrte wieder Ruhe in und um das betagte Gebäude ein. „Aber nur scheinbar“, betont der Chef von New Generation, Tilo Reichold. „Diverse Arbeitseinsätze mit freiwilligen Helfern wurden gefahren, um das Gebäude von Gerümpel zu beräumen. Außerdem liefen die Vorplanungen sowie die für die Sanierung notwendigen Fördermittelanträge“, informiert der Vereinschef, der zugleich betont, „zu keinem Zeitpunkt an diesem Projekt gezweifelt zu haben“. Aber New Generation, zu deren Begründern 1995 Tilo Reichold mit gehört, sei ein gemeinnütziger Verein, der fast ausschließlich ehrenamtlich arbeite und nicht im Geld schwimme. „Da nimmt man sich für so ein großes Projekt auch die nötige Zeit und bricht nichts übers Knie“, so der Vereinschef. In Chemnitz betreibt New Generation beispielsweise ein umgebautes altes Kino als Kinder- und Jugendtreff. „Da hat der Umbau acht Jahre gedauert.“

Jetzt ist unübersehbar, dass die Sanierungsarbeiten auf vollen Touren laufen. „Vom Freistaat Thüringen haben wir für die mit 850 000 Euro veranschlagte Sanierung rund 500 000 Euro Fördermittel bekommen“, erklärt Vereinsmitglied Rebekka Weiß weiter. Die junge Frau ist sozusagen mit ihrem Mann Torsten das Bindeglied zwischen Chemnitz und Altenburg. Rebekka Weiß ist gebürtige Chemnitzerin, die schon als Jugendliche die Arbeit von New Generation kennen und schätzen lernte. Und die sich später sehr für den Verein engagierte und auf die Suche nach einer passenden Immobilie in Altenburg ging, wohin sie wegen ihres Mannes gezogen war. „Es war schon beizeiten das Ziel des Vereines, sein Tätigkeitsfeld auszuweiten. Und hier in Altenburg ist dafür ja auch der Bedarf da“, sagt Vereinschef Reichold.

Bis zum Jahresende soll die Sanierung abgeschlossen sein. Dann beginne die inhaltliche Ausgestaltung und Ausstattung der Räume. „Auch da setzen wir uns nicht unter Druck, sondern erledigen alles Schritt für Schritt, wie die Ressourcen da sind“, erklärt der 47-Jährige. Das Jahr 2017 werde über diese Ausgestaltung wohl auch noch vergehen, so dass man Anfang 2018 schreiben könnte, bevor der neue Treff erstmals sein Pforten öffnet.

Völlig offen sei man bei der inhaltlichen Gestaltung und welche Offerten dann den jungen Leuten konkret gemacht werden sollen. „Wir richtigen uns da auch sehr nach den Bedürfnissen und Neigungen der jungen Leute vor Ort, die wir mit unserem überkonfessionellen Angebot erreichen wollen.“ Sicher seien die meisten der eigentlichen Vereinsmitglieder christlichen Glaubens, ein Dogma für eine Mitarbeit sei dies aber keineswegs. „Wir wollen offen für alle sein“, unterstreicht Rebekka Weiß.

Vielmehr solle den jungen Leuten in den Räumen auch ein eigener Entfaltungsspielraum gegeben werden, in dem sie sich auf die unterschiedlichste Art und Weise kreativ verwirklichen können. Andernorts habe der Verein auch schon bewiesen, dass diese Art des Arbeitens sehr gut funktioniert und die Nutzer des Treffpunkts sehr viel Eigeninitiative entwickeln, wenn es darum geht, das Domizil nebst Angeboten weiterzuentwickeln.

Und noch etwas betonen die beiden unisono: Keineswegs sehe sich New Generation als eine Art Konkurrenz zu anderen Jugendeinrichtungen in der Stadt. „Im Gegenteil: Wir suchen ein gutes Miteinander“, betont Tilo Reichold.

Von Jörg Wolf

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