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Nicht alltägliche Werbung für die Windischleubaer Feuerwehr

Für guten Zweck Nicht alltägliche Werbung für die Windischleubaer Feuerwehr

Womit kann die Feuerwehr am besten für sich werben? Die Windischleubaer Kameraden entschieden sich für eine nicht alltäglich Variante. Sie brachten an neuralgischen Punkten im Ort drei große Plakate an.

Mit großen Plakaten macht die Feuerwehr Windischleuba Werbung für sich.

Quelle: Mario Jahn

Windischleuba. Womit kann die Feuerwehr am besten für sich werben? Die Windischleubaer Kameraden entschieden sich für eine nicht alltäglich Variante. Sie brachten an neuralgischen Punkten im Ort drei große Plakate an. Auf dem, das dort steht, wo sich einst die Gaststätte befand und Autofahrer langsam fahren müssen, ist zu lesen: „Stellen Sie sich vor, es ist 14.30 Uhr, Sie haben einen Verkehrsunfall, sind eingeklemmt, aber keiner eilt herbei, um Ihnen zu helfen. Was würden Sie in dieser Situation empfinden?“ Ähnlich lauten die Aufschriften auf den beiden anderen Plakaten, mit denen die Einwohner von Windischleuba zum Nachdenken und im besten Fall zur Mitgliedschaft in der örtlichen Feuerwehr animiert werden sollen.

„Um auch in Zukunft die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr sichern zu können, brauchen wir neue Mitglieder in unseren Reihen“, nennt Wehrführer Patrick Reinhardt den Hintergrund der ungewöhnlichen Aktion. Mit 19 Kameraden in Windischleuba und 15 in Pöppschen sei man heute zwar gut aufgestellt. Und auch das Durchschnittsalter der Feuerwehrleute, das bei 38 Jahre liegt, klingt zunächst gut. Doch mit einem Blick auf die Jugendfeuerwehr, die derzeit vier Mitglieder hat, wird deutlich, dass das Schreckensszenario vom Plakat Tatsache werden könnte.

„Die Einsatzbereitschaft, das kann ich guten Gewissens sagen, ist derzeit immer gesichert. So ist vereinbart, dass uns die Feuerwehr Gerstenberg in der Zeit von 6 bis 16 Uhr unterstützt. Umgekehrt tun wir das auch“, so der Wehrführer. Außerdem seien zwei Kameraden der Windischleubaer Wehr im Bauhof des Ortes beschäftigt, und drei anderen arbeiten in Unternehmen in der Nähe von Windischleuba. Bei einer Alarmierung könnten auch sie schnell vor Ort sein.

Um den Bewohnern des Dorfes zu zeigen, was sie bei der Feuerwehr erwartet oder welche Technik verfügbar ist, veranstalten die Kameraden zudem einen Tag der offenen Tür. Der findet am Sonnabend, dem 10. September, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr rund um das Gerätehaus am Pestalozziplatz statt. Für diesen Tag haben die Floriansjünger einiges vorbereitet. „Mit einer alten Handdruckspritze aus dem Jahr 1935 werden wir zeigen, wie vor mehr als 80 Jahren die Flammen bekämpft wurden. Die Besucher können sich natürlich auch unsere neue Technik anschauen“, so der Wehrführer. Eine Einsatzübung gibt es ebenfalls. Bei der geht es um technische Hilfe nach einem Unfall. An Ständen des Feuerwehrvereins, der Jugendfeuerwehr und der Kameraden finden die Gäste weitere Informationen. „Wir haben zudem zwei Projekte vorbereitet, in die wir die Besucher involvieren wollen. Bei einem sollen die Leute mit dem Spreizer, den wir für technische Hilfeleistungen einsetzen, ein rohes Ei transportieren“, verrät er schon mal.

Von Marlies Neumann

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