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Altenburg "Nicht aus der Verantwortung mogeln" -Altenburger OB stimmt Kreistag um / FDP-Forderung nach Konzepten für die Theaterzukunft vertagt
Region Altenburg "Nicht aus der Verantwortung mogeln" -Altenburger OB stimmt Kreistag um / FDP-Forderung nach Konzepten für die Theaterzukunft vertagt
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20:50 07.12.2012

Von Günter Neumann

Die Liberalen hatten auf der Kreistagssitzung am Mittwoch den Antrag eingebracht, dass schon bis Ende Juni 2013 die Geschäftsführung ein Konzept vorlegen muss, wie es mit der Theatergesellschaft nach Auslaufen der aktuellen Fianzierungsvereinbarung ab 2017 weitergehen soll. Ausdrücklich gefordert wurden verschiedene Varianten, "unter anderem auch solche, die keine Spartenschließungen beinhalten", heißt es in dem Antrag. Das Papier solle aussagekräftig genug sein, um die Gesellschafter und den Aufsichtsrat in die Lage zu versetzen, frühzeitig einen Entscheidungsprozess zur Zukunft des Theaters in die Wege zu leiten. Bis Ende 2014 müssten entsprechende "strategische Entscheidungen" getroffen werden, so die FDP-Forderung.

"Es ist nicht zu früh, sich schon jetzt Gedanken zu machen", hatte FDP-Kreis- und Fraktionschef Daniel Scheidel (53) den Vorstoß begründet. Und zwar nicht nur weil es einen ähnlichen Beschluss schon im Geraer Stadtrat gebe, sondern vor allem mit Blick auf die nächste Landtagswahl 2014. Wenn danach kulturpolitische Weichen neu gestellt würden, sollte sich der Landkreis möglichst schnell positionieren, die Gesellschafter mit einer Stimme sprechen können. Motto: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst."

Landrätin Michaele Sojka (49, Linke) schien der Idee nicht abgeneigt. Im Aufsichtsrat habe man schon über den Geraer Antrag und einen Zeitplan gesprochen, sagte sie. "Der Antrag ist eine Unterstützung." Im Übrigen sei das Theater auf einem guten Weg, die Besucherzahlen würden steigen, auch weil "richtige Kassenfüller" im Programm stehen.

Für den Stimmungsumschwung sorgte dann Altenburgs OB Michael Wolf (50, SPD). Der Kreistag könne nicht verlangen, dass ihm die Geschäftsführung die Arbeit abnimmt. "Wir können uns nicht aus der Verantwortung herausmogeln, selbst die grundsätzlichen Zielstellungen festzulegen", argumentierte Wolf, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender. Wie sich das Land verhalten werde, wisse man erst nach der nächsten Landtagswahl. "Wir müssen selbst erörtern und formulieren, welche Entwicklungsziele wir erreichen wollen", appellierte Wolf an die Kreistagsmitglieder. "Auch den Geraern ist inzwischen klar geworden, dass sie einen Schnellschuss gemacht haben." Der FDP-Antrag gehe in die falsche Richtung,

Bei Stimmenthaltung von FDP-Chef Scheidel wurde der Antrag einmütig in den Kulturausschuss des Kreistages verwiesen.

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