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Altenburg Nicht nur Spalatin, auch das Bier verbindet
Region Altenburg Nicht nur Spalatin, auch das Bier verbindet
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21:56 25.05.2014

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Und so machten sich rund 50 von ihnen nur eine Woche nach Ausstellungseröffnung auf den Weg von Mittelfranken nach Ostthüringen.

Organisiert hat die Busreise, die an diesem Wochenende sowohl nach Altenburg als auch nach Eisenach auf die Wartburg führte, der Vorsitzende des Heimatvereins von Spalt, Hans Rosenbauer. "Unser Bürgermeister Udo Weingart war ja vorige Woche zur Eröffnung hier und hat uns den Mund richtig wässrig gemacht. Diese Ausstellung in Altenburg müsse man gesehen haben", erzählt der 67-Jährige unserer Zeitung.

Georg Spalatin, 1484 in Spalt bei Nürnberg als Georg Burkhardt zur Welt gekommen, nahm später den Namen seiner Geburtstadt an. Das heute rund 2500 Einwohner zählende bayerische Städtchen - mit seinen eingemeindeten 29 Ortsteilen bringt es Spalt auf knapp 5000 Einwohner - tat sich allerdings lange Zeit schwer mit seinem berühmten Sohn. "Wir sind bekanntlich eine katholisch geprägte Region, da stand der Protestant Spalatin immer etwas abseits", begründet Hans Rosenbauer die ungewöhnliche Situation. In den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts setzte dann aber allmählich ein Umdenken ein. Anlässlich der 1200-Jahr-Feier von Spalt vor vier Jahren hat man sogar ein Denkmal für den Weggefährten von Martin Luther aufgestellt. Außerdem wurde an seinem Geburtshaus eine Gedenktafel angebracht, eine Straße und die Schule nach ihm benannt.

Der Erste Bürgermeister Udo Weingart sprach bei seinem Besuch in Altenburg die Hoffnung aus, dass sich aus der beide Orte verbindenden Ausstellung eine Partnerschaft entwickelt. Eine große Chance biete das Lutherjahr 2017. "Vielleicht ist es möglich, zwischen Altenburg und Spalt, zwischen Thüringen und Bayern eine Verbindung Spalatins aufzubauen", so der CSU-Politiker.

Der Anfang ist mit dem Besuch der Spalter Delegation an diesem Wochenende gemacht. Die Teilnehmer zeigten sich von der Spalatin-Ausstellung sehr angetan. Vor allem die Führung durch den Kurator Hans-Joachim Kessler sei ein Erlebnis gewesen, das allen lange in Erinnerung bleiben wird, so Hans Rosenbauer.

Den Abend hat die Reisegruppe dann im Brauhaus der Altenburger Brauerei ausklingen lassen. Was nicht verwundert, denn Spalt ist eine Hopfen- und Bierstadt, in der es die letzte kommunale Brauerei Deutschlands gibt: Der Bürgermeister ist der Chef, die Stadt der Betreiber.

Und was hat nun besser geschmeckt, das Spalter oder das Altenburger Bier? "Unseres ist etwas bitterer, aber wir haben uns das Altenburger trotzdem munden lassen", schätzt Hans Rosenbauer ein. Es werde nicht die letzte Delegation aus Spalt in Altenburg gewesen sein.

Ellen Paul

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