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Nicht zu übersehen Der Serbitzer Hof liegt direkt an der Bundesstraße und zieht viele Reisende an

Nicht zu übersehen Der Serbitzer Hof liegt direkt an der Bundesstraße und zieht viele Reisende an

Treben.Auf dem Weg von Altenburg nach Leipzig führt es die Autofahrer unweigerlich durch das kleine Örtchen Serbitz. Direkt an der Bundesstraße 93 steht der Serbitzer Hof, der nicht nur Reisende anzieht, sondern auch im Dorf einen guten Ruf genießt.

 

 

Auf dem Weg von Altenburg nach Leipzig führt es die Autofahrer unweigerlich durch das kleine Örtchen Serbitz. Direkt an der Bundesstraße 93 steht der Serbitzer Hof, der nicht nur Reisende anzieht, sondern auch im Dorf einen guten Ruf genießt.

 

"Wenn man irgendwo neu anfängt, ist es immer schwer", meinte Besitzerin Ramona Goldstein, die erst vor wenigen Monaten die Gaststätte und die dazugehörige Pension übernommen hat. "Es ist jedoch besser angelaufen, als ich es erwartet habe."

Die Wirtin zog erst im August vergangenen Jahres mit Sack und Pack von Zwenkau nach Serbitz, gab ihr Bistro in Leipzig auf, das sie bis dato 18 Jahre geführt hatte. "Ich wollte etwas Eigenes haben und nicht mehr Monat für Monat Miete zahlen. Außerdem habe ich nach etwas gesucht, wo ich auch wohnen kann, damit die langen Fahrtwege wegfallen. Hier habe ich es gefunden", schwärmte die 48-Jährige.

Begonnen hat ihre berufliche Laufbahn von 30 Jahren. Ramona Goldstein absolvierte eine Ausbildung als Restaurantfachfrau und trat damit in die Fußstapfen ihrer Familie. "Meine Eltern und mein Onkel haben in der Gastronomie gearbeitet, ich wurde da quasi hineingeboren."

Nach der Ausbildung in ihrer Heimatstadt Görlitz ging sie nach Leipzig, sammelte Erfahrungen im Café Centra oder auch im Gästehaus im Musikerviertel, wo sie unter anderem Franz Beckenbauer bewirtete. In ihrem Bistro wechselte sie schließlich vom Service in die Küche, und auch jetzt im Serbitzer Hof schwingt sie meist selbst den Kochlöffel und überlässt den direkten Kontakt mit den Gästen ihrer Tochter Denise. "Ich vermisse es schon etwas, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, aber das Kochen macht mir auch sehr viel Spaß."

Auf der Speisekarte stehen Gerichte aus der deutschen Küche. Es gibt sowohl Klassiker wie Eisbein und Schnitzel, aber auch Hirschgulasch oder Pangasiusfilet aus Neptuns Reich. "Derzeit haben wir eine Winterkarte, ab dem Frühjahr stellen wir dann auf leichtere Gerichte um", verrät Goldstein, die großen Wert darauf legt, alles frisch zuzubereiten.

Bei Feierlichkeiten bis zu 100 Personen bietet die Inhaberin auch ein kaltes oder warmes Buffet an. Wer spät am Abend nicht mehr nach Hause möchte, kann außerdem eines der elf gemütlichen Pensionszimmer im oberen Stockwerk nutzen, in denen sich wochentags auch gern Monteure aus ganz Deutschland einmieten.

Das obere Stockwerk existiert im Gegensatz zum Rest des Gebäudes erst wenige Jahre. Vor mehr als einhundert Jahren wurde der damalige Flachbau als Dorfschänke genutzt, seit Mitte der 70er-Jahre galt der Serbitzer Hof wegen seiner verkehrsgünstigen Lage als Kraftfahrergaststätte. 1992 stockten die Vorbesitzer des Hauses schließlich auf, und es entstanden gemütliche Übernachtungsräume.

Ramona Goldstein hat noch große Pläne mit dem Serbitzer Hof, die sie verwirklichen will. So soll im Sommer der Garten für Grillpartys genutzt werden, und auch einen Spielplatz für die kleinen Gäste könnte sie sich gut vorstellen. "Ich werde nach und nach versuchen, die Ideen umzusetzen und hoffe natürlich, dass sie bei den Gästen gut ankommen."

Bis dahin wird die passionierte Wirtin weiter täglich in ihrem Serbitzer Hof stehen und die Leute mit ihren Kreationen verwöhnen. "Ich liebe meine Arbeit über alles. Mein Hobby ist mein Beruf und umgekehrt", lacht Goldstein und hofft, dass es in Zukunft so weiterläuft, wie bisher.

 

 

 

 

Monique Pucher

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