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Altenburg "Nichts zuschulden kommen lassen" - Bisherige Darstellung der Kita-Vorfälle erstmals in Zweifel gezogen
Region Altenburg "Nichts zuschulden kommen lassen" - Bisherige Darstellung der Kita-Vorfälle erstmals in Zweifel gezogen
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21:14 21.11.2012

Nach ihrer Meinung hätten sich die Frauen nichts zuschulden kommen lassen.

Diese selbst stünden für Fragen allerdings nicht zur Verfügung, weil sie wegen der Beschuldigungen äußerst mitgenommen und am Boden zerstört seien und deswegen dringend Hilfe bräuchten. Außerdem hätten alle drei bereits anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen und den Rat erhalten, sich nicht öffentlich zu äußern.

Heike Schwabe behauptet, dass die Beschuldigungen, wonach mindestens drei Kinder gefesselt worden seien, haltlos seien. Ein einziges Kind sei vor dem Mittagsschlaf in eine Windel gewickelt worden. Der Vater habe von dieser selten angewendeten Praxis Kenntnis gehabt und gemeint, dass dies zu Hause mitunter auch so gehandhabt werde, erklärt Heike Schwabe. Sobald das Kind eingeschlafen sei, wäre es wieder ausgewickelt worden. Auch die Vorwürfe, Kinder wären zum Essen und Trinken gezwungen worden, seien falsch.

Heike Schwabe erhebt nun ihrerseits Vorwürfe gegen den Geschäftsführer der Volkssolidarität, Volker Kibisch. Die drei Erzieherinnen hätten ihn am Tag der Entlassung angesichts der Behauptungen gebeten, sich die schlafenden Kinder sofort ansehen. Doch das habe er ignoriert. Wäre er der Bitte der Frauen nachgekommen, hätte sich alles sofort aufklären lassen. Außerdem sei es nicht hinnehmbar, dass die Erzieherinnen vom Geschäftsführer keine Gelegenheit erhalten hätten, sich zu äußern und die Vorwürfe zu entkräften, sagt die Freundin. "Eine fundierte und sachgerechte Aufklärung solch schwerer Vorwürfe sieht anders aus".

Heike Schwabe beklagt ebenso eine einseitige Untersuchung von Mitarbeitern des Thüringer Kultusministeriums, die sich im Moment offenbar nur auf die Kita beziehen würden. Auch von dieser Seite habe bisher niemand mit den Erzieherinnen gesprochen, um sich deren Version anzuhören.

Darüber hinaus wisse Heike Schwabe von Eltern der Krabbelgruppe, die von der Geschäftsführung der Volkssolidarität verlangen, die Erzieherinnen wieder einzustellen. Andernfalls würden sie sogar in Erwägung ziehen, die Kita zu wechseln. "Diese Eltern stehen hinter den Frauen." Jens Rosenkranz

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