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Altenburg Niederländerin siegt bei Etappenankunft in Altenburg
Region Altenburg Niederländerin siegt bei Etappenankunft in Altenburg
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09:53 18.07.2016
Siegte in Altenburg: die Niederländerin Marianne Vos.  Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

 Zwei Jahre lang hat die Internationale Thüringenrundfahrt der Frauen einen Bogen um Altenburg gemacht. Am Sonntag war die Skatstadt endlich wieder eine Etappenstadt des unbenommen weltbesten Damen-Etappenrennens.

„Für Altenburg eine ganz große Sache. Endlich mal wieder so ein Ereignis, was die Leute an einem Sonntag auf die Straße zieht“, meinte Veit Große, der die Stippvisite der 29. Tour beileibe nicht nur als Zuschauer erlebte, sondern später als Wenzel den besten Rad-Amazonen mit gratulieren durfte. Und er übertrieb damit keineswegs: Zur 120,3 Kilometer langen „Königsetappe“ der Rundfahrt drängten sich an Start und Ziel auf dem Hauptmarkt die Menschen dicht an dicht. Und sie bejubelten die mit Weltmeisterinnen, Olympiasiegerinnen und nationalen Meisterinnen gespickten Tross der Radamazonen bei jeder der insgesamt vier Durchfahrten durch die „gute Stube“ der Stadt frenetisch.

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Thüringenrundfahrt der Frauen 2016 - Impressionen von der dritten Etappe rund um Altenburg.

Auch Oberbürgermeister Michael Wolf, der punkt 14 Uhr den Startschuss für die noch 116 im Rennen befindlichen Fahrerinnen zu dieser schwierigen dritten Etappe rund um Altenburg gab, strahlte: „Wir haben in Altenburg schon große sportliche Ereignisse erleben dürfen. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass es mit der Rundfahrt in diesem Jahr wieder geklappt hat.“

Maßgeblich zu verdanken haben dies die Stadt und die Radsportfans dem SV Aufbau Altenburg mit seiner Abteilung Radsport an der Spitze. „Circa 17 000 Euro mussten wir als Verein aufbringen, um wieder Etappenstadt zu werden. Das haben wir dank treuer Sponsoren geschafft. Auch weil dieser hautnahe Kontakt zur absoluten Weltelite bei den Frauen für unseren Nachwuchs ein bleibendes wie anspornendes Erlebnis ist“, so Sten Wagner, der der Abteilung Radsport vorsteht.

Freuen konnten sich die Fans der rasenden Zweiräder übrigens auch über einen weiteren Geldregen: Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke), die im Kabinett auch das Ressort Sport inne hat, konnte an Wagner einen Sport-Förderbescheid über 10 000 Euro überreichen, der ebenfalls in die Rundfahrt fließt. „Egal ob Schmölln oder Altenburg Etappenstadt ist, was zählt, dass die Rundfahrt im Altenburger Land Station macht“, meinte die Ministerin, die höchstselbst im Auto ein Stück des Rundkurses mitfuhr und erlebte, wie hoch die Anforderungen angesichts des hügeligen Streckenniveaus und der wechselnden Beläge ist.

Schon in der ersten Schleife der Radsportlerinnen gab es eine besondere Schikane, die allerdings nur einmal zu überwinden war. Die steile Wand in Meerane mit ihren bis zu 19 Prozent Steigung liegt zwar im benachbarten Sachsen, ist aber bei Radsportlern immer wieder ein gefürchteter wie beliebter Scharfrichter. Und auch dort säumten um die 2000 begeisterte Zuschauer das extreme Teilstück.

Das hatte sich auch Schmöllns Vizebürgermeister Klaus Hübschmann (Linke) persönlich angesehen. „Steht man direkt vor dem Anstieg, erschrickt man regelrecht vor dieser wahrhaftigen Wand, die sich aufzutun scheint“, plauderte er gut gelaunt. Altenburg gönnt Hübschmann diese Tour in diesem Jahr übrigens von ganzem Herzen. „Kommendes Jahr wollen aber wir in Schmölln wieder dabei sein, haben dafür schon das nötige Geld in den Haushalt eingestellt. Dieses Jahr war das wegen unseres 950. Stadtjubiläums aber nicht finanzierbar.“

Drei Stunden, drei Minuten und 15 Sekunden nach Wolfs Startschuss flog kurz nach 17 Uhr die Niederländerin Marianne Vos als Erste über den Zielstrich zu ihrem zweiten Tagessieg. „Das war ein ganz schwerer Kurs. Vor allem der letzte Kilometer hatte es mit Kopfsteinpflaster und Kurven in sich“, so die siebenfache Weltmeisterin im Querfeldein-Fahren und zweifache Olympiasiegerin.

Von Jörg Wolf

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