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Altenburg Nobitz: CDU schickt Thomas Hummel ins Bürgermeister-Rennen
Region Altenburg Nobitz: CDU schickt Thomas Hummel ins Bürgermeister-Rennen
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19:13 20.03.2015
Thomas Hummel Quelle: Mario Jahn

Der parteilose Hummel war der einzige Kandidat, so dass die geheime Kür vor sieben Besuchern, den beiden CDU-Landtagsmitgliedern Simone Schulze und Christoph Zippel sowie Altenburgs CDU-Stadtchef André Naumann eher einer Formalie gleichkam. Nach nicht einmal 45 Minuten war die Prozedur im Versammlungsraum des Lehndorfer Feuerwehrvereines durch.

Seit 2005 sitzt Thomas Hummel mit Mandat der CDU erst im Saaraer und seit zwei Jahren im Nobitzer Gemeinderat.

"Ich habe lange überlegt und mich auch mit der Familie und Freunden beraten, ob ich um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters kandidieren werde", bekannte der verheiratete zweifache Familienvater.Allerdings habe es seit der sowohl von den Saaraern als auch von den Nobitzern gewünschten Gemeindefusion Dinge gegeben, die ihn in diesem Schritt bestärkten. "Wir haben uns manches ein bisschen anders vorgestellt", erklärte der Saaraer. So sei das Zusammenwachsen der beiden einst eigenständigen Verwaltungen noch nach zwei Jahren nicht so weit, wie man es sich erhofft hat. "Dieser Prozess muss vom Chef der Verwaltung, sprich dem Bürgermeister, geführt werden, was nach meiner Meinung beim jetzigen Amtsinhaber nicht im notwendigen Maß geschieht", monierte Hummel. Beispiel seien die Bauhöfe in der größten Landgemeinde des Kreises, die noch immer parallel arbeiten.

Hummel, der auch Lehndorfer Feuerwehrchef ist und in dieser Funktion das Hochwasser von 2013 hautnah miterlebte, sieht noch weitere Baustellen, bei denen er anpacken möchte: "Konkrete Bauprojekte zum Hochwasserschutz sind viel zu lange liegengeblieben und bis heute noch nicht realisiert worden", kritisierte er.

Und noch ein Punkt treibt Thomas Hummel um: der nach seiner Meinung unsägliche Zoff, den die Nobitzer in Person von Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) mit Altenburg und dessen Stadtoberhaupt Michael Wolf (SPD) um Gewerbeansiedlungen austragen. "Ich persönlich habe den Eindruck, dass sich hier zwei starke Charaktere schon in einer Art Wahlkampf befinden und profilieren wollen. Und darunter müssen die Nobitzer, speziell die Gewerbetreibenden, allesamt leiden", sagte Hummel der OVZ. Er will diesen verfahrenen Streit schlichten und wieder zu einem guten Miteinander zurückfinden. Jörg Wolf

Jörg Wolf

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