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Altenburg Nobitz: Fliegende Kisten als Magnet
Region Altenburg Nobitz: Fliegende Kisten als Magnet
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14:15 09.09.2015
Waghalsig: Die Staerman Crew ist mit ihrem Doppeldecker ein Hingucker beim Flugplatzfest. Quelle: Mario Jahn
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Kein Wunder: zu den traditionellen Flugtagen war ein kleines Geschwader von mehr oder weniger betagten Maschinen auf dem riesigen Rollfeld eingeschwebt. Und diese Technikschau am Boden und in der Luft sowie das üppige Rahmenprogramm lockte die Besucher in Scharen.

"Ich werde ein Flieger", jauchzte der kleine Max, als er die aufgereihten Flugzeuge erspähte. Mutter Anja Linke aus Glauchau brauchte schon einiges an Puste, um ihrem vierjährigen Sohnemann zu folgen, als der im Sauseschritt auf einen abgestellten Doppeldecker am Rand des Rollfeldes zueilte, um ihn näher in Augenschein zu nehmen. "Max liebt Flugzeuge und hat zu Hause mehrere kleine Flieger als Lieblingsspielzeug", erzählte seine Mutter. Als dann bei der Boeing Stearman E75 mit lautem Brummen nebst beachtlicher Benzinwolke der Motor startete, hielt der Knirps dann doch lieber ehrfürchtig Abstand zu dem erwachenden Riesen.

Für andere Flugzeugfans sind genau diese Lebenszeichen der Oldtimer sozusagen das Sahnehäubchen. Gleich dutzendfach wurden Kameras gezückt, um den Abflug der Boeing festzuhalten. "Das ist doch der Reiz solcher Flugtage, dass man hier geballt so alte Maschinen in Aktion erlebt", meinte Steve Eller. Der 21-jährige Altenburger war nicht zum ersten Mal bei so einem Fest. "Da kann man schnell süchtig werden. Technik und Kunstflug gehen doch immer."

Nicht nur zuschauen, auch mitfliegen war möglich. "Die Rundflüge in verschiedenen Maschinen wie der legendären AN 2 sind sehr gefragt", konstatierte Sven Lehmann vom Veranstalter Idecon, die erstmals in Nobitz die Flugtage ausrichteten. "Wir sind mit dem Zuspruch eigentlich sehr zufrieden. Obwohl das Wetter besser hätte sein können und dann sicher noch mehr Leute gekommen wären."

Das sah der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe übrigens genauso: "Die trotzdem gute Resonanz zeigt uns doch, dass die Menschen ihren Flugplatz annehmen. Hier richtig Leben zu haben, ist doch ein Glücksmoment."

Glücksmomente konnten sich die Besucher auf dem weitläufigen Areal auch anderweitig holen, als beim bloßen Bestaunen von Fluggerät in allen Größen. Entschlossene probierten sich auch als Panzerfahrer oder auf einem Quad aus. Und wer es ein wenig ruhiger mochte, der schaute sich im eigens eingerichteten Kino im Terminal diverse Filme rund um die Fliegerei an oder bummelte auf dem Trödelmarkt. Im Museum Flugwelt konnte erstmals das riesige dort ausgestellte Transportflugzeug Transall von innen besichtigt werden. "Der Zulauf ist sehr gut. Viele Leute stehen recht ehrfürchtig vor unserem neuen Riesen", sagte Vereinsvize Frank Modaleck.

Für den neuen Airport-Geschäftsführer Frank Hartmann war das Fest eine Premiere. "Es sind ja meine ersten Flugtage, und die Resonanz war doch gut." Hartmann könnte sich sogar vorstellen, dass es künftig wieder jedes Jahr solche Flugtage in Nobitz gibt, statt wie bislang nur aller zwei Jahre. "Aber so was müssen wir erst in aller Ruhe besprechen. Eine Werbung für unseren Flugplatz sind solche Aktionen aber auf jeden Fall."

Jörg Wolf

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