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Altenburg Nobitz: Kampf der Gesichter am Straßenrand
Region Altenburg Nobitz: Kampf der Gesichter am Straßenrand
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00:26 08.06.2015
Plakateschlacht in Nobitz: "Seite an Seite" werben Amtsinhaber Hendrik Läbe und Herausforderer Thomas Hummel um die Gunst der Wähler. Quelle: Mario Jahn
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Nobitz steckt in der heißen Phase des Wahlkampfs zwischen Amtsinhaber Läbe (SPD) und Herausforderer Hummel, der als Parteiloser für die CDU ins Rennen für den Urnengang am 21. Juni geht. Und beide liefern sich zumindest visuell einen ordentlichen Kampf. "Alles in allem 250 Plakate hängen von mir. 150 habe ich selber aufgeklebt und aufgehangen, die anderen 100 haben Freunde und Bekannte übernommen", erzählt Amtsinhaber Hendrik Läbe. Hinzu kämen mehrere Werbetafeln im A0-Format sowie diverse Flyer.

Da kann Herausforderer Thomas Hummel ziemlich locker dagegenhalten. "Ich trete ja gegen den Amtsinhaber an. Deshalb habe ich 800 Plakate hängen lassen, genau verteilt nach einem Schlüssel in allen 39 Ortsteilen, um mich bekannt zu machen." Auch mit seinem Antlitz versehen sind mehrere große Werbewände sowie diverse Flyer mit dem Programm.

Dass man derzeit in ziemlich unruhigen Zeiten, sprich im Wahlkampf, lebe, heben beide heraus. "Ich bin beispielsweise mit vielen Leuten beim Plakathängen in Gespräch gekommen", sagt Läbe, und sein Herausforderer Hummel kann dies nur bestätigen. Ein bemerkenswertes Rahmenprogramm absolvierten beide darüber hinaus. "Als Bürgermeister ist man ja auch schon von Amts wegen bei zahlreichen Veranstaltungen und Vereinen und führt dort Gespräche", sagt Läbe. Feuerwehrmann Hummel hingegen ist derzeit oft gesehener Gast bei Veranstaltungen nicht nur der Feuerwehr, sondern auch der Senioren und anderen. "Das ist schon ein ziemlicher Stress, dem man sich aber gerne aussetzt. Vor allem da auch meine Familie voll hinter mir steht", berichtet der 37-jährige zweifache Familienvater. "Und mein Großer wird im Kindergarten auch schon angesprochen, weil überall mein Bild hängt", fügt Hummel mit einem gewissen Stolz hinzu. Als hätten sich die beiden abgesprochen: Sozialdemokrat Läbe sagt fast das gleiche: "Ich kann mich hundertprozentig auf meine Familie verlassen, und sie hilft mir auch."

Übrigens: Auch wenn die Kandidaten derart in Nobitz omnipräsent sind. Ein gemeinsames öffentliches Tauziehen beider Bewerber um den Bürgermeistersessel wird es nur einmal geben. Am 11. Juni haben um 19 Uhr alle vier Nobitzer Sportvereine zum großen Kandidatenforum in die örtliche Mehrzweckhalle eingeladen. Dort soll beiden Bewerbern auf den Zahn gefühlt werden.

Die gehen damit im Vorfeld entweder wirklich betont gelassen um oder können sich gut verstellen. "Ich weiß, was wir in den zurückliegenden Jahren erreicht haben, und dies ist nicht wenig", sagt SPD-Läbe. Und CDU-Hummel klingt kämpferisch: "Es liegt dennoch einiges im Argen und kann besser gemacht werden. Dies will und werde ich auch offen ansprechen."

Dann bliebe vor dem Showdown am 21. Juni nur noch eine Frage: Wer hat die plakative Wahlschlacht bezahlt? "Spenden von CDU-Mitgliedern sind dafür geflossen, Freunde haben mich unterstützt, aber vieles habe ich auch selber gemacht und finanziert", sagt Hummel. SPD-Mitglied Läbe hat zumindest einen Teil der Kosten von seiner Landespartei bekommen. "Aber vieles habe ich selber realisiert und finanziert."

Erstaunlich übereinstimmend auch die Aufwendungen für den Nobitzer Wahlkampf: Beide Lager geben dafür um die 5000 Euro aus. Sagen zumindest beide Bewerber.

Jörg Wolf

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