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Altenburg Nobitz möchte zwei Kindergärten mit Schallschutzelementen ausrüsten
Region Altenburg Nobitz möchte zwei Kindergärten mit Schallschutzelementen ausrüsten
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15:32 10.10.2018
So soll der Schallschutz – die blauen Kreise und Rechtecke an der Wand – für den Kindergarten in Ehrenhain aussehen. Quelle: Gemeinde Nobitz
Nobitz

Viel gab es offensichtlich nicht zu besprechen zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Nobitz. Dort gab es weder Bürgeranfragen noch – abgesehen vom Hinweis, dass Leergutcontainer zum Bersten voll seien – welche aus den Reihen des Gemeinderats. Auch die dann folgenden drei Beschlüsse waren ebenso schnell und mit wenigen Anmerkungen gefasst.

Mehrkosten für Standesamt

Zum einen mussten fast 5150 Euro als überplanmäßige Ausgabe genehmigt werden. Die Mehrkosten ergeben sich aus der Standesamtsumlage. Seit einigen Jahren erledigt die Stadt Altenburg die standesamtlichen Angelegenheiten für Nobitz. Eine zwar ursprünglich eingeplante, aber bis jetzt nicht besetzte Stelle ist seit 1. Januar an eine Vollzeitkraft vergeben, was nun zu der erhöhten Umlage führt.

„Als die Entscheidung damals anstand, haben wir verschiedene Modelle durchgerechnet. Die Lösung mit dem Standesamtsbezirk Altenburg war die preiswerteste“, erklärt Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD), nachdem sich Gemeinderatsmitglied Berndt Apel (PCC) die Augen rieb, dass allein der Nobitzer Anteil für eine weitere Mitarbeiterin über 5000 Euro beträgt. „Da leben die aber nicht schlecht im Standesamt“, so Apel.

Gegenfinanziert wird die Ausgabe mit rund 10 000 Euro Mehreinnahmen beim Umsatzsteuer-Gemeinde-Anteil. Übrigens, so betonte die Nobitzer Finanzverwaltung, sei der Betrag nur für die Altgemeinden Nobitz berechnet. Die fusionierten Gemeinden aus dem Wieratal seien darin nicht enthalten. „Es ergeben sich diesbezüglich also keine Zusatzkosten infolge des Zusammenschlusses.“

Lärmdämmung für Kitas

Theoretisch greift Nobitz für den Lärmschutz für die Kindergärten in Lehndorf und Ehrenhain verhältnismäßig tief ins Gemeindesäckel. Immerhin kosten die Installationen für den großen Raum in Lehndorf und das Fo­y­er Ehrenhain zusammen rund 7900 Euro beziehungsweise mehr als 22 700 Euro. Bezahlt werden kann dies jedoch mit Fördermitteln, die längst eingegangen sind. Und zwar schon 2015. Seinerzeit habe die Kommune 100 000 Euro bekommen, wovon bis dato lediglich 10 000 Euro ausgegeben worden. „Seitdem werden wir jedes Jahr gefragt, warum wir die 90 000 Euro noch nicht ausgegeben haben“, sagte Kämmerin Janina Werner.

Laut Bürgermeister Läbe gebe es andererseits bereits seit einiger Zeit den Wunsch in den Einrichtungen, etwas für eine bessere Schalldämmung zu tun. „Ich habe mir verschiedene Lösungen angesehen, die meisten sind nicht schön“, so Läbe. Anders die gewählte Variante, die, wenn sie fertig ist, eher an Kunstwerke an der Wand erinnert als an eine Schalldämmung. Dass diese relativ wenigen Elemente auch den gewollten Effekt haben, davon gehe man aus, hieß es von der Verwaltung auf eine entsprechende Anfrage. Läbe: „Das ist immerhin ein Fachfirma, die das so berechnet hat.“

Von Jörg Reuter

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