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Altenburg Nobitz sagt illegaler Müllentsorgung den Kampf an
Region Altenburg Nobitz sagt illegaler Müllentsorgung den Kampf an
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00:18 21.05.2017
Von Unbekannten einfach bei Nobitz in die Landschaft gekippt: Müll im Wäldchen Gesse. Quelle: Gemeinde Nobitz
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Nobitz

Die größte Landgemeinde des Kreises hat ein Problem mit Schmutzfinken. Unbekannte werfen ihren Müll heimlich in die Landschaft. Andere verunstalten Verkehrs- und Straßenschilder mit heimlich aufgepappten Aufklebern. „Leider ist davon eigentlich unser gesamtes Gemeindeterritorium betroffen. Und dann die Verursacher zu finden, erweist sich oftmals als sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich“, so Bürgermeister Hendrik Läbe.

Nun weiß auch das Gemeindeoberhaupt sehr genau, dass dies keine Nobitz-typischen Probleme sind, sondern es solche Schmuddelecken allerorts im Landkreis gibt. „Aber wir als Gemeinde stellen uns jetzt der Problematik“, so Läbe entschlossen. Weshalb in einer der jüngsten Ausgaben des gemeindeeigenen Landkuriers umfassend über die verbotenen Müllkippen berichtet und informiert wurde. „Wir wollen damit auch die Leute sensibilisieren. Weil die Entsorgung Unsummen an Geld sowie jede Menge Arbeit für unsere Bauhofmitarbeiter kostet. Letztendlich muss als Steuerzahler jeder Bürger für diese Schweinereien bluten“, empört sich Läbe.

Und auch die beklebten Schilder sind nicht ohne und verursachen Kosten: „Dem Leim dieser Aufkleber ist oftmals nur sehr schwer und mit Lösungsmitteln beizukommen. Dadurch wird die reflektierende Oberfläche beschädigt oder zerstört und muss das Schild ausgetauscht werden. Das kostet pro Stück um die 100 Euro, Arbeitsleistungen wieder nicht mitgerechnet.“ Allein dieser Komplex rechnet sich übers Jahr auf sinnlose Ausgaben in Höhe von mehreren tausend Euro hoch, egal, wer als Straßenbaulastträger konkret in der Verantwortung steht.

Bestes Beispiel, welche Kosten für eine Beräumung zusammen kommen können, ist die Gesse – ein Wäldchen gleich an der Gemeindegrenze zu Altenburg und teilweise auf der Gemarkung der Kreisstadt liegend. Über Jahre kippten hier Unbekannte fast täglich ihren Hausmüll ab. Um die zwei Jahre dauerte es, bis die Stadt die Zuwegungen mit Schränken absperren ließ. Der Müll aber liegt noch immer im Wald. Die Räumung, für die jetzt Altenburg, die Gemeinde und Landratsamt aufkommen müssen, kostet allein hier mehrere tausend Euro. „Und das nur, weil einige zu bequem sind, ihren Abfall regulär zu entsorgen, beispielsweise in Recyclinghöfen, wo vieles kostenfrei angenommen wird“, so Läbe sauer. Wer solche Verschandelungen beobachtet, sollte sich auf der Gemeinde melden.

Von Jörg Wolf

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