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Altenburg Nobitz will mitdem Wieratal fusionieren
Region Altenburg Nobitz will mitdem Wieratal fusionieren
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00:44 11.09.2015
Blick über den Flugplatz Nobitz
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Gute Nerven wird er auch brauchen, denn in der mit rund 71 Quadratkilometern größten Landgemeinde des Altenburger Landes stehen in den kommenden sechs Jahren einige große Aufgaben an. Der weitere Ausbau des Hochwasserschutzes in der 2003 schwer getroffenen Gemeinde steht ganz oben auf der Agenda, wie auch die weitere Belebung des riesigen Flugplatzareals.

Vor allem aber treibt ein drittes Themenfeld das Gemeindeoberhaupt um: die anstehende Gebietsreform. Läbe macht keinen Hehl daraus, dass er Nobitz mit der gesamten Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal fusionieren möchte. "Ich habe im Wieratal eine Reihe von Gesprächen geführt, in denen zumeist die gleichen Absichten geäußert wurden", sagt Läbe. Denn dass das Wieratal in seinem jetzigen Konstrukt bei der Gebietsreform schon allein wegen seiner Größe keine Existenzchance hat, wird aus den bekannten Ansagen der Landesregierung deutlich. Erfurt will nur eigenständige Gebietskörperschaften mit mindestens 5000 Einwohnern zulassen. Die unterschreitet das Wieratal mit derzeit rund 3500 Einwohnern.

Läbe will die VG keineswegs schlucken, sondern strebt eine Einigung auf Augenhöhe an. "Jeder soll seine Vorstellungen einbringen können und sich am Ende als Sieger fühlen. Deshalb gibt es schon jetzt zu dem Thema Gespräche, obwohl die offiziellen Pläne aus Erfurt erst am 22. September vorgestellt werden sollen und danach eine Freiwilligkeitsphase im kommenden Jahr läuft. In der wollen wir diesen Schritt hinbekommen", argumentiert Läbe. Für die Gemeinde Nobitz zähle dabei die derzeit recht gute Finanzausstattung und vor allem die bereits vorgelebte Fusion mit Saara, bei der man sich auch strikt an dieses Gleichheitsprinzip gehalten habe. "Sollte es aus Erfurt auch noch Geld für freiwillige Zusammenschlüsse geben, dann sollten wir es durchaus auch mitnehmen."

Wie das Gebilde im Falle einer erfolgreichen Hochzeit einmal aussehen wird - erfüllende Gemeinde oder eine andere Rechtsform -, sei noch völlig offen. "Wir streben auf jeden Fall mit allen Fusionspartnern einen fairen Umgang an, wo sich jeder einbringen kann. So wie auch in Saara niemand seine Identität verloren hat", wirbt das Nobitzer Gemeindeoberhaupt. Aber nur mit Nobitz könne der Erhalt der auch im Wieratal ausgeprägten ländlichen Strukturen in dieser Form weiter gesichert werden.

"Dass im Falle einer Fusion ein Territorium von rund 140 Quadratkilometern nicht von einem Bürgermeister allein zu verwalten ist, liegt auch auf der Hand. Hier könnte ich mir vorstellen, dass wir auch Ortsteilbürgermeister installieren."

Aus der Osterländer Volkszeitung vom 09.09.2015

Jörg Wolf

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