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Altenburg Nobitzer Fest-Premiere zwischen Halle, Teich und Pilzen
Region Altenburg Nobitzer Fest-Premiere zwischen Halle, Teich und Pilzen
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06:00 23.10.2017
Zur Festpremiere auf dem Areal neben der Mehrzweckhalle konnten sich die Nobitzer und ihre Gäste am Sonntag unter anderem über die Vielfalt der Pilze informieren. Quelle: Mario Jahn
Nobitz

Ein herrliches Gewusel herrschte am Sonntag auf dem Areal rund um die Nobitzer Mehrzweckhalle. Erstmals seit etlichen Jahren hatten der Sportverein TSV 1876 Nobitz sowie die Gemeinde und der Fischereibetrieb Etzold als Pächter des Badeteiches zum lange eingeschlafenen Fischerfest eingeladen. „Die Idee wurde vor ziemlich genau einem Jahr ein wenig spontan neu geboren, als die Resonanz zu unserer 850-Jahr-Feier des Dorfes Nobitz derart gut war. Wir wollen wieder regelmäßig so ein Fest anbieten“, sagte Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD).

Vor allem, weil man eben mit diesem Areal rund um die Mehrzweckhalle eine bestens für solche Aktionen hergerichtete Adresse hat – und mit dem Sportverein und anderen Engagierten auch zuverlässige Helfer. Dass zur Premiere am Sonntag trotz Schmuddelwetters viele Gäste kamen, stimmte auch den Chef des TSV 1876 Nobitz, Andreas Vogel, zuversichtlich. „Das zeigt doch, dass die Nobitzer ihr Fest annehmen“, stellte er mit Blick auf die gut gefüllten Bierzeltgarnituren fest. Allein von den rund 450 im Verein organisierten Sportlern kümmerten sich 40 bis 50 als Helfer um einen reibungslosen Ablauf.

Und diese große Helferschar ermöglichte auch ein schnelles Reagieren, als das Wetter mit Wind und leichtem Regen derart schlecht wurde, dass Auftritte unter freiem Himmel für die Besucher und Akteure zu einer Tortur geworden wären. Kurzerhand wurde das Nachmittagsprogramm mit Auftritten von Kindergarten und Grundschule sowie dem Nobitzer Blasorchester in die Halle verlegt. Bei den Musikern aus Nobitz war auch ein treuer Prominenter mit von der Partie: Der Wildecker Herzbube Wolfgang Schwalm hält dem Nobitzer Blasorchester als Musiker auch nach seinem Wegzug die Treue und entlockt der Trompete saubere Töne. „Ich finde es wunderschön, dass so eine Tradition hier trotz Pause weiter gepflegt wird. Solche Feste machen in einem Ort doch erst das Leben aus“, meinte Schwalm.

Ob Regen oder nicht: Das Fest war in seiner Erstauflage ein voller Erfolg und soll künftig seine jährliche Wiederholung finden. „Weil wir eben mit unserer Mehrzweckhalle und dem umliegenden Areal super Bedingungen haben und das alles ohnehin als zentralen Festplatz in unserer Gemeinde nutzen wollen“, so Gemeindeoberhaupt Läbe. „Die Schlechtwettervariante haben wir hier ja gleich mit integriert.“

Zu dem Gelände zählt auch der gleich angrenzende Badeteich mit kleiner Insel, der erst in diesem Frühjahr geschlämmt und die Uferbereiche hergerichtet wurden. „Alles in allem ist dort ein herrliches Stück Natur, ein kleines Naherholungsgebiet entstanden“, freute sich der Bürgermeister. Das war auch am Sonntag vielfach zu erleben: Noch bevor der in großen Teilen durch Bauhofmitarbeiter neu angelegte oder sanierte Rundweg um das Gewässer freigegeben wurde, schlenderten viele Spaziergänger rund um das Gewässer und genossen dieses idyllische Fleckchen Grün.

Läbes Gedankengänge gehen mittlerweile schon über mindestens ein solches größeres Fest pro Jahr hinaus: „Perspektivisch könnte man an ausgewählten Wochenenden hier auch wieder Ruderbootpartien anbieten. Vor einem Jahr bei unserem Jubiläum kam das super an.“ Für die Knirpse aus der Kita sowie die Grundschüler eignet sich das Areal am Badeteich, um aufschlussreiche Erkundungen in freier Natur zu starten.

Von Jörg Wolf

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