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Altenburg Nobitzer Frank Tempel verpasst Wiedereinzug in den Bundestag
Region Altenburg Nobitzer Frank Tempel verpasst Wiedereinzug in den Bundestag
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09:00 26.09.2017
Frank Tempel (r.) verlässt den Bundestag, Volkmar Vogel darf bleiben. Quelle: Mario Jahn
Nobitz/Berlin

Die herben Stimmenverluste im Landkreis und in ganz Thüringen bei der Wahl am Sonntag werden für die Linke doppelt bitter. Frank Tempel aus Nobitz hat den Wiedereinzug in den Bundestag verpasst. Sein Listenplatz vier reichte nicht aus. Für ihn kam das nicht ganz überraschend, sagte der 48-Jährige der OVZ. Bei den Gesprächen im Wahlkampf habe er gemerkt, das viele Wähler zur AfD abdriften, sei es aus Protest, Enttäuschung oder auch wegen Fremdenfeindlichkeit. Von diesen Stimmenverlusten waren alle Parteien betroffen, aber eben auch die Linke. Tempel wolle im Kreistag aktiv bleiben und eventuell wieder für den Gemeinderat in Nobitz kandidieren.

Nach acht Jahren im Bundestag steht ihm ein Übergangsgeld von acht Monaten zu. Diese Zeit werde er aber nicht verbummeln, sondern so schnell wie möglich wieder in seinen Beruf als Kriminalbeamter in Ostthüringen zurückkehren. Tempel ist Kriminaloberkommissar. Wo und in welcher Funktion er eingesetzt werde, wisse noch nicht. Denkbar für ihn sei auch ein Einsatz in der Polizeigewerkschaft.

Neben Volkmar Vogel (CDU), der sein Direktmandat knapp verteidigen konnte, schafften auch Elisabeth Kaiser (SPD) und Robby Schlund (AfD) aus dem hiesigen Wahlkreis 194 den Sprung nach Berlin.

Von Jens Rosenkranz

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