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Altenburg Nobitzer Gemeinderat will Brummis loswerden
Region Altenburg Nobitzer Gemeinderat will Brummis loswerden
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08:06 02.06.2018
Immer wieder versuchen Lkw-Fahrer, mit ihren Sattelschleppern an der Baustelle vorbeizukommen. Quelle: privat
Saara

Die wegen des Brückenneubaus in Lehndorf komplett gesperrt Bundesstraße 93, vor allem aber die damit verbundene Umleitung, sorgt weiter für Wirbel. Vor allem die schweren 40-Tonner, die die regulär ausgeschilderte Brummi-Umleitung ignorieren und stattdessen lieber verbotenerweise über enge Dorfstraßen schleichen, sind derzeit Dauerbrenner bei den Anwohnern.

Auch auf dem jüngsten Gemeinderat kochte dieses Thema wieder hoch. „Wie kriegen wir die Laster von unseren Straßen?“, fragte Gemeinderat Jörg Schneider direkt den für Kreisstraßen zuständigen Fachbereichsleiter im Landratsamt, Bernd Wenzlau. Nun sind Straßensperrungen, Umleitungen sowie deren Ausschilderung nicht Wenzlaus Ressort, sondern fallen im Landratsamt in den Ronny Thieme unterstellten Bereich Ordnung.

Fachbereichsleiter mit bemerkenswert offenen Antworten

Doch bemerkenswert offen waren Wenzlaus Antworten dennoch: „Eigentlich müsste man im konkreten Fall alles dafür tun, den Schwerlastverkehr frühzeitig zum Befahren der offiziellen Umleitung regelrecht zu zwingen. Im konkreten Fall also spätestens in Mockern“, meinte er. Zur Not mit Schranken, die Lkw ein weiteres Befahren der Bundesstraße bis zur Baustelle unmöglich machen. „Aber hierzulande argumentiert die Polizei, dass die Straße trotz einer später folgenden Vollsperrung soweit wie möglich für den Fall der Fälle voll befahrbar sein muss. Und die Verkehrsbehörde akzeptiert offensichtlich diese Argumentation. Andernorts, beispielsweise in Brandburg und in anderen Bundesländern, ist dies ganz anders: Dort wird der Schwerlastverkehr beizeiten auf die vorgesehenen Umleitungen gezwungen.“

Unverständnis äußerte Wenzlau auch am allgemeinen Verhalten der Bahn, die in Lehndorf Bauherr ist, deren Gebaren er aus anderen Projekten zur Genüge kennt. Sobald die ihre Genehmigungen in der Tasche hätte, sei ihr das weitere Drumherum ziemlich egal.

Am 20. Juni soll vor dem Beginn des nächsten Abschnitts der bis kommendes Jahr laufenden Bauarbeiten die vorgeschriebene Anhörung von Betroffenen und Bürgern stattfinden.

„Dort sollten wir als Gemeinderat geschlossen auftreten und den Verantwortlichen unsere Erfahrungen darlegen“, meinte der zweite Beigeordnete Michael Apel, der die Sitzung leitete. Denn unterm Strich sind die Laster auf Abwegen nicht nur eine Belastung und Gefahr für die Anwohner. Sie zerstören mit ihrer hohen Tonnage auch die Straßen und andere Bauwerke. „Und auf den Kosten bleiben dann wir sitzen“, so Apel deutlich.

Von Jörg Wolf

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