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Altenburg Nobitzer fragen Bürgermeister-Kandidaten
Region Altenburg Nobitzer fragen Bürgermeister-Kandidaten
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00:33 15.06.2015
Thomas Hummel und Hendrik Läbe (v.l.) vor dem Duell. Quelle: Jörg Wolf
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Herausforderer des 46-Jährigen ist der parteilose Thomas Hummel (37), der für die CDU antritt. Um beiden Kandidaten auf den Zahn fühlen zu können, hatten die vier Sportvereine der Gemeinde am Donnerstagabend zum Wahlforum in die Mehrzweckhalle eingeladen. Rund 120 Neugierige waren zum einzigen direkten Aufeinandertreffen gekommen, das der einstige OVZ-Redaktionsleiter Günter Neumann moderierte.

Stand der Gemeindefusion, Flugplatz, der Streit mit der Stadt Altenburg wegen angeblich zu vieler Handelsfläche in Nobitz oder der Hochwasserschutz - alle Themen wurden in dem gut 90-minütigen Forum behandelt.

"Ich denke, dass ich in den zurückliegenden sechs Jahren eine ganz gute Arbeit abgeliefert habe. Damit will ich weitermachen, weil ich mich hier wohlfühle", sagte Amtsinhaber Läbe zu den Motiven, warum er erneut als Bürgermeister antritt. "Ich bin geradlinig und kann auch hartnäckig sein. Deshalb würde ich das Amt gerne bekleiden", äußerte sich Hummel.

Bei den die Gemeinde Nobitz betreffenden Themen sind die Kontrahenten im Kern auf einer Wellenlänge. "Die Gebietsreform zwischen Saara und Nobitz ist zweifellos ein Erfolg gewesen", meinte der Saaraer Thomas Hunmel. "Sie ist auf Augenhöhe erfolgt", erklärte Amtsinhaber Läbe.

Auch dass es beim Flugplatz mehr Initiative von Seiten des Landes brauche, um den wieder mehr zu beleben, erklärten beide Seiten quasi unisono.

Beim Streit mit Altenburg um das Einkaufzentrum gingen die Ansichten erstmals auseinander - allerdings nur in Detailfragen. Denn völlig einig waren sich Läbe und Hummel auch hier, dass es dort keine Einschnitte geben darf. "Aber ich will mit Altenburg keinen Streit vom Zaun brechen, der nur zu Lasten der dortigen Gewerbetreibenden geht, sondern mich an einen Tisch setzen und eine Lösung suchen", sagte Hummel. Und weil er schon bei seinen Kritikpunkten an Läbes Arbeit war, auch wenn dies "eher Kleinigkeiten" seien: Die Bauhöfe müssten besser kooperieren. Ohnehin fühlte sich mancher Saaraer in Sachen Fusion eher als zweiter Sieger. Und beim Hochwasserschutz beklagte Hummel, dass die Umsetzung wegen "unsäglicher Bürokratie" nur schleppend vorangehe.

Kritiken, die Läbe freilich locker konterte: "Hochwasserschutz ist Landessache, und für so eine große Gemeinde braucht es zwei Bauhöfe. Und dass sich mancher bei der Fusion zurückgesetzt fühle, habe er auch noch nicht gehört.

Bei ihren Tipps zur Wahlbeteiligung am Sonntag in einer Woche lagen beide wieder ziemlich dicht beieinander: Hummel sagte um die 60 Prozent, Läbe über 50 Prozent voraus.

Jörg Wolf

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