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Altenburg Noch kein Durchbruch erzielt - Treffen zum Überflutungsschutz von Zschernichen / Landwirte und Verpächter fordern Planung
Region Altenburg Noch kein Durchbruch erzielt - Treffen zum Überflutungsschutz von Zschernichen / Landwirte und Verpächter fordern Planung
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19:29 13.12.2012

Von Jörg Reuter

"Wir sind aber auf dem richtigen Weg. Endlich haben alle an einem Tisch gesessen und miteinander geredet", zog Birgit Seiler, Leiterin des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz im Landratsamt, gestern Bilanz. Neben Vertretern des Landratsamtes waren unter anderem Arnfried Völlm, Leiter des Landwirtschaftsamtes Zeulenroda, sowie die Landeigentümer und Pächter der Einladung von Bürgermeister Jürgen Schneider (65, parteilos) gefolgt.

Seine Einschätzung des Treffens fällt nicht ganz so positiv aus. Gern hätte der Bürgermeister den Einwohnern nach den Schlagzeilen der vergangenen Monate schnell zu verwirklichende Sofortmaßnahmen verkündet. Doch darauf konnte sich in der Runde nicht geeinigt werden. Vielmehr stehen längerfristige und kostenintensive Maßnahmen an, die sich über Jahre hinziehen. "Unbefriedigend", meint Schneider.

Dem Vernehmen nach haben die Landwirte und die Verpächter der Flächen gemauert und auf den aufwendigen Planungen bestanden. Nach einer Stellungnahme gefragt, antworteten Wolfgang Bachmann, einer der Landeigentümer, und Landwirt Carsten Mehlhorn gegenüber der OVZ nur mit einem kurzen: "Kein Kommentar."

Für umsonst war das Treffen dennoch nicht. Vor allem die behördlichen Vertreter haben den Fahrplan für die nächste Zeit abgesteckt. "Wir werden die Landwirte beraten, wie über den Anbau und die Bewirtschaftung die Erosion verringert werden kann", sagt Völlm. Mit ganzjährigen Bodendecker-Pflanzen und Mulch-Drill könne dies erreicht werden. Jedoch räumt Völlm ein, dass das auch mit Kosten für die Bauern verbunden ist.

Derweil will die Gemeinde prüfen, ob den Wassermassen mit der Öffnung des alten Kanals, der zu DDR-Zeiten verrohrt wurde, Herr zu werden ist. "Das ist die einzige Chance, bedeutet aber Nachteile für die Anwohner, weil der Kanal durch deren Grundstücke geht", warnt Schneider vor.

Im Januar werden sich zudem die Gemeinde und das Landratsamt mit dem Naturschutzbund und dem Mauritianum Altenburg zusammensetzen, um die Einrichtung eines weiteren Projektes im Rahmen des Programms Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) zu erörtern. "Diese Projekte werden vom Land hoch gefördert", so Seiler. Jedoch müssten noch die Eigentümer zustimmen.

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