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Norbert Lach aus Buscha spendet 60 Liter Blut – in 40 Jahren

Vom DRK geehrt Norbert Lach aus Buscha spendet 60 Liter Blut – in 40 Jahren

Zum 125. Mal spendete Norbert Lach am Mittwochabend Blut. Dafür ehrten ihn der DRK-Blutspendedienst Gera und die Rotkreuzgemeinschaft Lohma. Die konnte an diesem Tag mit 70 Spender das bisher beste Ergebnis seit ihrem Bestehen erzielen. Lach, der sich als 18-Jähriger erstmals den roten Lebenssaft abnehmen ließ, will bis zur 200. Spende weitermachen.

Norbert Lach wird für seine 125. Blutspende mit einer Urkunde des DRK-Blutspendedienstes geehrt

Quelle: Marlies Neumann

Lohma. Seit fast 40 Jahren gehört Norbert Lach zu den Menschen, die regelmäßig den roten Lebenssaft spenden. Der 57-Jährige lässt sich seit seinem 18. Lebensjahr piksen, um in nur wenigen Minuten etwas für andere Menschen zu tun – ihnen vielleicht sogar das Leben zu retten. Wie wichtig Blutspender wie Lach sind, zeigt die Tatsache, dass statistisch gesehen, aller sieben Sekunden in Deutschland ein Mensch Blut benötigt. Für den Beamten, der im Justizvollzug in Gera tätig ist, war es vorgestern Abend die 125. Spende. Abgenommen hat ihm diese der DRK-Blutspendedienst aus Gera, der pro Jahr fünf Blutspendetermine in Lohma anbietet.

Zum Blutspenden sei er als Rettungsschwimmer gekommen. Für die gehörte das Spenden des Lebenssaftes zu DDR-Zeiten einfach dazu. Inzwischen sieht er in dem Aderlass auch einen persönlichen Vorteil. Denn für den ehemaligen Elektromonteur stellt der Gang zum DRK-Blutspendedienst heute auch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle dar. Ist doch bei jedem Termin sein Arzt dabei, der die Spender untersucht und überprüft, ob ihnen Blut abgenommen werden kann. „Mir ist es auch schon passiert, dass mein Hämoglobinwert zu niedrig war und ich nicht spenden durfte“, erinnert sich Norbert Lach, bei dem vorgestern alles in Ordnung war.

Weil er bis zum 73. Lebensjahr Blut spenden darf, hat sich der besonnene Beamte das Ziel gesetzt, bis zum 200. Mal weiterzumachen. „Wenn ich nach der Wende nicht mehrere Jahre ausgesetzt hätte, wäre das Erreichen dieses Ziels kein Problem. Doch nun könnte es knapp werden“, meint er. Als Gründe für die Pause nennt er das Umorientieren auf allen Ebenen, was in viel Zeit kostete. Warum er sich aber erst 2009 wieder aller paar Wochen den roten Lebenssaft abnehmen ließ, vermag er heute nicht mehr genau zu sagen.

Im Laufe der Jahre sind bei seinen Blutspenden so einige Liter zusammengekommen, die dem Buschaer abgenommen wurden. Er rechnet schnell nach und kommt auf mehr als 60 Liter. „Das sind ja sechs Wassereimer voll“, staunt er.

Nicht nur für Norbert Lach war der fünfte und letzte Spendentermin im diesem Jahr in Lohma ein ganz besonderer Tag, sondern auch für die rührige Rotkreuzgemeinschaft. „Mit 70 Spendern an einem Tag haben wir das beste Ergebnis in den 51 Jahren unseres Bestehens erreicht“, freut sich Hella Heimer, die die Gemeinschaft seit 2009 leitet, riesig. Groß war an diesem Abend der Andrang im Vereinsheim am Sportplatz in Lohma. Da war bei den Spendern – unter ihnen waren auch zwei Erstspender – Geduld gefragt. „Da wir mit so einen Andrang, über den wir uns riesig freuen, nicht gerechnet haben, muss ich noch mal los, denn uns ist das Obst ausgegangen“, sagt Heimer und flitzt zu ihrem Auto. Denn nach dem Aderlass bekommen die Spender zur Stärkung Mutzbraten und Obst.

Neben der Chefin der Rotkreuzgemeinschaft wuseln an diesem Spendentermin wie zu jedem anderen auch weitere sieben Mitglieder herum und kümmern sich um die potenziellen Lebensretter. Jede neue helfende Hand ist willkommen. Deshalb habe Andrea Walther, die vorgestern um Aufnahme in die Gemeinschaft bat, offene Türen eingerannt, so Heimer.

Für Lach gab es nehmen der Stärkung nach der Spende noch ein Präsent, einen Gutschein und Blumen.

Von Marlies Neumann

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