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Altenburg Nordplatz-Umbau in Altenburg beginnt im Frühjahr
Region Altenburg Nordplatz-Umbau in Altenburg beginnt im Frühjahr
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05:32 04.12.2018
Der brachliegende Nordplatz in Altenburg soll zu einem Stadtteilpark umgebaut werden. Was lange nur geplant war, wird jetzt konkret. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es geht voran in Sachen Umgestaltung des Nordplatzes in Altenburg. Und diesmal ist es mehr als nur eine wortreiche Ankündigung. Wie der für Bauangelegenheiten zuständige Bürgermeister Frank Rosenfeld auf OVZ-Nachfrage bestätigte, lief Anfang November die Frist zur Angebotsabgabe ab. Acht Offerten von drei Bietern gingen seinen Angaben zufolge für das knapp 2,4 Millionen Euro teure Projekt ein. Wer den Zuschlag für die Sanierung und den Umbau des einstigen Stadtteilzentrums bekommt, entscheidet nun heute der Bau- und Stadtentwicklungsausschuss.

Fördermittel da, Eigenanteil im Haushalt

Der Auftrag könne frühestens am 13. Dezember an die entsprechende Firma erteilt werden, erklärte Rosenfeld. Schließlich müsse man nach der Entscheidung neben dem Gewinner auch noch die unterlegenen Bieter informieren. Baustart sei im Frühjahr in den Monaten März oder April. Dass man nach dem Winter sofort anfangen kann zu bauen, liegt auch daran, dass die Fördermittel des Landes in Höhe von knapp 1,95 Millionen Euro schon da sind. „Der erste Teil ist bereits abgerufen“, sagte der Bürgermeister, der das zugehörige Schriftstück genauso wie Oberbürgermeister André Neumann (CDU) Anfang der Vorwoche unterschrieb. Zudem thematisierte die Verwaltungsspitze die weitere Entwicklung des Stadtteils Altenburg-Nord auch bei einer Runde im Landesverwaltungsamt. Die übrigen Kosten von gut 400 000 Euro trägt die Stadt selbst. Sie sind im Haushalt eingeplant.

Umgestaltung in zwei Abschnitten

Der Umbau des Nordplatzes zu einer grünen Oase geht in zwei Bauabschnitten vonstatten. Ab Frühjahr wird zunächst der befestigte Teil, also der Platz zwischen Ärztehaus, Carqueville und der früheren Kaufhalle einheitlich gepflastert und behindertengerecht gestaltet. Dabei plant man, sich auch um die Treppenanlage zu kümmern. Auf diesem Platz sollen nur ein paar Stellplätze für Autos ausgewiesen werden, die beiden geplanten Hauptparkplätze werden zunächst zurückgestellt. Im Anschluss an die Umgestaltung dieses Teils sind dann die Grünflächen dran. Am Ende soll 2020 ein Stadtteilpark stehen. „Für den Park können die Ausschreibungen im Februar/März beginnen“, so Rosenfeld.

Kleine Fragenzeichen bei zweitem Bauabschnitt

Obwohl der erste Bauabschnitt eigentlich noch im Herbst beginnen sollte und das Projekt nun weitere Monate Verzug hat, geht Rosenfeld davon aus, dass alles weiterhin bis 2020 fertig werden kann. „Der erste Bauabschnitt muss nächstes Jahr fertig werden, weil der Bewilligungszeitraum dann endet“, so der Bürgermeister. „Der zweite Bauabschnitt ist bis 2020 machbar, hängt aber vom Haushalt und der Bewilligung der Gelder ab.“

Personalengpässe verzögern Projekt-Fortschritte

Dass es nun weitere Monate Verzögerung gibt, erklärte Rosenfeld mit Personalengpässen im Baureferat der Stadt. „Der zuständige Planer im Hochbauamt ist krank geworden und die anderen Mitarbeiter waren mit anderen Dingen beschäftigt.“ Zudem seien vier Ingenieur-Stellen – je zwei im Hoch- und Tiefbau – unbesetzt und derzeit ausgeschrieben. Es sei generell in dem Bereich schwer, Personal zu finden, weil die Entlohnung im öffentlichen Dienst mit der in der freien Wirtschaft nicht mithalten könne, so Rosenfeld. „Dafür gibt es einen sicheren Arbeitsplatz, weitreichende Sozialleistungen und familienfreundliche Arbeitszeiten.“ Dennoch werde die Personalknappheit weiter bestehen.

Zähes Ringen um Fördergelder

Die Umgestaltung des Nordplatzes ist bereits seit Jahren Thema. Außer dem Abriss einiger Gebäude ist bislang aber nichts passiert. Das lag neben dem knappen Personal vor allem an dem Fördermittelhickhack. „Ich bin froh, dass die Fördermittelquote nun bei knapp 85 Prozent liegt“, so Rosenfeld. Ursprünglich sollte Altenburg nämlich ein Drittel und später 40 Prozent der Kosten selbst aufbringen. Doch nach einer erneuten Vorsprache von Ex-OB Michael Wolf (SPD) im zuständigen Ministerium kam Bewegung in die Sache.

Von Thomas Haegeler

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