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Nordregion hält trotz Kritik an Plänen fest

Nordregion hält trotz Kritik an Plänen fest

Altenburg/Meuselwitz/Lucka (jr). Die Bürgermeister von Meuselwitz und Lucka wollen trotz geäußerter Skepsis an den Plänen eines gemeinsamen Standesamtsbezirks mit Altenburg festhalten.

In zwei Erklärungen weisen Barbara Golder (CDU) und Kathrin Backmann (SPD) außerdem die insbesondere von CDU-Kreischef Uwe Melzer vorgetragene Kritik zurück. Melzer hatte speziell dem Altenburger Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) unterstellt, er wolle mithilfe des Standesamtsbezirks die Skatstadt bis zu den alten Kreisgrenzen ausdehnen (OVZ berichtete).

"Diese These entbehrt jeder sachlichen Grundlage und trägt zur Verunsicherung und Verwirrung der Bürger bei", erklärt hierzu Kathrin Backmann. In keinster Weise werde das Luckaer und Meuselwitzer Standesamt dazu benutzt, Stadtgrenzen zu ändern. Es bestehe nicht einmal im weitesten Sinne ein Zusammenhang zwischen der Verwaltungsarbeit in den Standesamtsbezirken und den Stadtgrenzen. Backmann erinnerte an Beratungen, bei denen Melzer diesem großen Bezirk zugestimmt habe.

Die gewachsene Tradition der vorhandenen Standesämter in Lucka und Meuselwitz sollte nicht über Nacht beendet werden. Daher habe die Stadt Altenburg auch nach Gründung eines gemeinsamen Standesamtsbezirkes das Abhalten von Sprechstunden und Eheschließungen vor Ort eingeräumt. Den Vorwurf, Spielregeln nicht zu akzeptieren, wies Backmann ebenso zurück. "Wir haben in konstruktiver Zusammenarbeit Verträge erarbeitet, mit denen wir und die Stadt Altenburg mit ihren Mitgliedsgemeinden gut leben können", sagte sie. Auch habe man nie verlangt, dass Wunschvorstellungen von anderen bezahlt werden sollen.

Für Barbara Golder ist die Diskussion weder zielführend noch für die Bürger verständlich. Die Meuselwitzer Bürgermeisterin erinnert an einen Beschluss des Stadtrates vom Oktober dieses Jahres, wonach Meuselwitz zum Standesamtsbezirk Altenburg gehöre und dazu eine Vereinbarung mit den VG Altenburger Land und Rositz sowie Altenburg und Rositz abgeschlossen werden solle. Die CDU-Politikerin forderte, die Umsetzung dieses Beschlusses weiter voranzutreiben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass mit größeren Strukturen effizienter und künftig kostengünstiger gearbeitet werden könne und zugleich die Bürgernähe bei der Abhaltung von Sprechzeiten und durch die Trauungen in Meuselwitz und Wintersdorf erhalten bleibe. Daher sei es an der Zeit, die Diskussionen wieder auf die Sachebene zurückzuführen und im Interesse der beteiligten Städte und Gemeinden eine Lösung zu finden, fordert Golder.

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