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Altenburg OB: Altenburg soll sich für Landesgartenschau im Jahr 2024 bewerben
Region Altenburg OB: Altenburg soll sich für Landesgartenschau im Jahr 2024 bewerben
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08:00 24.08.2016
So wie hier im Vorjahr bei der Thüringer Landesgartenschau in Schmalkalden könnte es 2024 auch in Altenburg aussehen. Quelle: dpa
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Altenburg

Aller guten Dinge sind drei. Ob dieses Sprichwort auf die Beschlussvorlage 410/16 des Altenburger Stadtrates zutrifft, muss sich allerdings noch zeigen. Denn bereits zum dritten Mal wird am Donnerstagabend darüber beraten, ob sich die Stadt Altenburg als Ausrichter einer Thüringer Landesgartenschau bewerben soll. Zweimal stand ein solcher Antrag in den Jahren 2005 und 2008 schon einmal auf der Tagesordnung – wurde aber beide Male abgelehnt.

So hatte die Skatstadt im Dezember 2005 ihr Landesgartenschau-Projekt beerdigt, bevor es überhaupt geboren wurde. Mit den Stimmen der SPD und der Linkspartei entsprach der Stadtrat einem entsprechenden Antrag von Oberbürgermeisters Michael Wolf (SPD). Damit gab Altenburg das Ziel auf, sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2012 zu bewerben und stellte alle planerischen Aktivitäten ein.

Denn der Stadtrat hatte bereits im Mai 2004 das Exposé eines Landschaftsgartenbüros zur Austragung der Gartenschau 2012 gebilligt und den Oberbürgermeister beauftragt, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Diese wurde nur noch im kleinen Rahmen fertiggestellt. Letztendlich waren die damaligen Großprojekte wie Kombibad, Industriegebiet Altenburg-Windischleuba, Applikationszentrum und Marktgestaltung wichtiger, von denen freilich nur das letztgenannte tatsächlich umgesetzt wurde.

Im August 2008 dann ein einer Anlauf. Diesmal reichten CDU und FDP gemeinsam einen Antrag ein, die Landesgartenschau 2013 nach Altenburg zu holen. Doch es blieb dabei: Es gab kein grünes Licht für eine Bewerbung. Wie drei Jahre zuvor, so wurde der Antrag erneut mit der Mehrheit von SPD und Linken im Stadtrat abgelehnt. Die fehlenden finanziellen Mittel sowie die Kürze der Bewerbungsfrist waren die Hauptargumente. Allerdings gab es damals die Option, eine Bewerbung für die Schau 2017 ernsthaft ins Kalkül zu ziehen. Gemacht wurde auch dies nicht.

Umso überraschender ist, dass diesmal nun der Oberbürgermeister selbst der Einreicher des Antrags. Er schlägt vor, dass sich Altenburg für die Landesgartenschau 2024 bewirbt. Denn nach der Schau in Apolda 2017 wird die nächste in Thüringen erst im Jahr 2024 stattfinden. Die große Pause wurde von der Landesregierung damit begründet, dass 2021 die Stadt Erfurt Veranstalter der Bundesgartenschau sein wird.

Wolf möchte vom Stadtrat beauftragt werden, eine Machbarkeitsstudie und ein Standortgutachten bei einem externen Landschaftsarchitekten – Kostenpunkt rund 35 000 Euro – in Auftrag zu geben, um sie dem Stadtrat im März zur Beschlussfassung vorzulegen. OVZ-Informationen zufolge favorisiert die Stadt als Areal für die Landesgartenschau den Großen Teich samt Festplatz sowie Hellwiese mit Märchenbrunnen und Freibad. Als Ergänzungsobjekte sollen ein altes Gehöft in Kosma und der neue Gartenpark Jüdengrund im Gespräch sein.

Der Stadtrat tritt am Donnerstag um 18.30 Uhr zusammen, die Sitzung im Rathaus ist öffentlich.

Von Ellen Paul

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