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Altenburg OB-Kandidat Peter Müller (Pro Altenburg) stellt Zehn-Punkte-Wahlprogramm vor
Region Altenburg OB-Kandidat Peter Müller (Pro Altenburg) stellt Zehn-Punkte-Wahlprogramm vor
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20:03 15.02.2012
Peter Müller
Altenburg

. Es ist ein Wahlprogramm zum weitgehenden Selberschreiben für Altenburgs Bürger, das Peter Müller, Kandidat der Bürgerbewegung Pro Altenburg zur Oberbürgermeister-Wahl am 22. April, gestern in einer Pressekonferenz vorgestellt hat.

Das Zehn-Punkte-Programm geht am Wochenende per Flyer in alle Haushalte. Das Ungewöhnliche daran: Auf der Rückseite einer vorgedruckten Antwort-Sendung haben alle Interessenten die Möglichkeit, ihre Anliegen, Ideen und Hinweise zum "Programm für Altenburg" aufzuschreiben. Selbstverständlich ist die Mitwirkung auch per Anruf, Fax oder E-Mail möglich, eine Internet-Seite soll ebenfalls am Wochenende freigeschaltet sein.

"Was Parteien auf Parteitagen oder in Mitgliederversammlungen fertig beschließen, ist für uns eine Gelegenheit, die Bürger in das Finden und Formulieren unserer gemeinsamen Ziele einzubeziehen", sagte Müller gegenüber OVZ. "Wir hoffen jetzt auf eine möglichst große Rückkopplung. Wir werden Vergessenes ergänzen und nicht Gewolltes streichen."

Zu den zehn Punkten seines Programm-Vorschlags gehören unter anderem mehr Bürgerfreundlichkeit durch einen Servicepunkt im Rathaus analog zur Einrichtung im Landratsamt, mehr Aufträge für die einheimische Wirtschaft und eine moderne Stadtentwicklung. "Altenburg muss Kernstadt und Kreisstadt bleiben", sagte Müller und kündigte an, mit den Nachbargemeinden auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Weitere Punkte sind wirksamere Vereinsförderung und stabile Steuern und Wassergebühren.

Weder sachlich noch persönlich ging Müller auf SPD-Amtsinhaber Michael Wolf und seine beiden Mitbewerber von CDU und Linken ein, verkniff sich aber eine Polemik trotzdem nicht: "Ich fühle mich schon als Friseurmeister in der Lage, dieses Amt auszuüben", konterte er die bei einigen Konkurrenten beliebten persönlichen Anspielungen. "Keiner kennt die Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und Dienstleistungen besser als der Handwerker, auch der Friseur", meinte er mit Blick auf die sozialen und finanziellen Folgen von verlorenen Arbeitsplätzen, unter denen auch Altenburg leidet.

Mit der ungewöhnlichen direkten Ansprache der Bürger in der Wahlprogramm-Aktion hofft Pro Altenburg, besonders Nichtwähler anzusprechen. "Immerhin tritt jetzt erstmals seit der Wende wieder ein Kandidat an, der nicht von einer Partei, sondern von einer Bürgerbewegung aufgestellt wird", erinnerte Müller. Und bekannte sich selbstbewusst zu einem ersten Etappenziel: "Ich will in die Stichwahl, weil ich fest daran glaube, dass dann alles möglich ist", sagte der Pro-Altenburg-Chef. "Die Zeit für einen Politikwechsel in Altenburg ist überreif, und ich bin die einzige wirkliche Alternative."

Günter Neumann

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