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OB-Kandidat der Linken stellt Programm vor und kritisiert Amtsinhaber

OB-Kandidat der Linken stellt Programm vor und kritisiert Amtsinhaber

Die Skatstadt hat viel zu bieten, nutzt es jedoch zu wenig. Diese Überschrift passt über das Wahlprogramm, das der OB-Kandidat der Linken, Michael Sonntag, gestern vor der Presse vorstellte.

Für die Versäumnisse und Fehler machte der 43-Jährige vor allem Amtsinhaber Michael Wolf (SPD) verantwortlich.

Auf dessen Konto gehe, dass Altenburg, im Gegensatz zum Kreis, nicht vorwärtskomme, dass Ansiedlungen an der Stadt vorbeigingen, Menschen resignieren, gleichgültig seien und abwanderten, dass Häuser deswegen leer stünden und abrissgefährdet seien und dass die Stadt ein gestörtes Verhältnis zu seinen Nachbargemeinden habe. Trotz all dem "liebe ich diese Stadt", sagte Sonntag. Denn das Potenzial sei hervorragend, es werde nur nichts daraus gemacht: wunderschöne historische Gebäude und Parks, herausragende kulturelle Einrichtungen und Baudenkmale. Es sei ein Unding, dass die Schlossfassade zum Theater hin nach 22 Jahren noch immer nicht saniert sei und dass die Verwaltung Fördermöglichkeiten nicht nutze. Beispielsweise sei der lukrative Struktur-Fonds der EU nur ein einziges Mal angezapft worden - für ein kleines Stück der Johannisstraße.

Mit seinem Fachwissen und seiner Erfahrung werde er umsteuern und die Potenziale und Geldquellen erschließen, kündigte Sonntag an, der seit 2000 in Rathäusern arbeitet, bis 2007 in Altenburg und danach in Erfurt.

Das historische Ensemble mit Schloss, Theater und Roten Spitzen würde unter seiner Führung mit Leben erfüllt und bewusst in Szene gesetzt, das Areal um Pauritzer Teich und Theaterplatz aufgewertet. Ziele seien sei ein positives Image und Bürger, die stolz auf ihre Stadt sind. Er werde für ein vielfältiges Lern-, Spiel- und Freizeitangebot sorgen und die kulturelle Vielfalt als Markenzeichen entwickeln.

Der studierte Stadtplaner kündigte an, das Investitionsklima zu verbessern, Geschäfte aus der Randlage in die City zu holen, den Rad- und Wandertourismus anzukurbeln, Orts- und benachteiligte Stadtteile gezielt zu unterstützen, Durchgangsverkehr und Lärm zu reduzieren. Er werde außerdem dafür sorgen, die Macht des Oberbürgermeisters zu beschneiden, Stadtrat und Ortsteilräten mehr Kompetenzen einzuräumen und den Haushalt nicht auf Kosten der Verwaltung zu sanieren, deren Arbeit ohnehin zu wenig gewürdigt werde.

Sonntag meinte, unter den Bürgern eine Wechselstimmung wahrzunehmen. Die Menschen suchen jemanden, dem sie zutrauen, Stadt und Rathaus aus der Lethargie zu befreien. "Deswegen stelle ich mich zur Wahl." Der Kandidat räumte aber auch ein, dass er mehr für seinen Bekanntheitsgrad tun müsse. Neben Foren, Wahlständen und Postwurfsendungen werde er deswegen auch zu Stadtrundgängen und Wandertouren einladen. Die erste findet am 17. März statt und führt vom Bahnhof über Kauerndorf nach Nord.

Unterstützung bei seiner Kritik am amtierenden OB bekam Sonntag von Linken-Kreischef Frank Tempel. Wenn Nachbarn wie Nobitz nicht zu Altenburg wollen, habe das auch mit dem OB zu tun, sagte er. "Wolf tritt auf wie der Elefant im Porzellanladen."

Jens Rosenkranz

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