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Altenburg OB Michael Wolf begegnet Gerüchten um Altenburger Hof
Region Altenburg OB Michael Wolf begegnet Gerüchten um Altenburger Hof
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00:28 17.12.2015
Für Altenburgs OB Michael Wolf ist es nicht vorstellbar, dass das schließende Hotel Altenburger Hof zur Flüchtlingsunterkunft wird. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hat Gerüchten, wonach aus dem schließenden Hotel Altenburger Hof eine Flüchtlingsunterkunft werden soll, einen Riegel vorgeschoben. „Für das Grundstück gibt es einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der ein Hotel vorsieht“, sagte der Rathaus-Chef in Reaktion darauf, dass die Herberge Heiligabend dicht macht (die OVZ berichtete). „Für eine andere Nutzung müsste dieser geändert werden, was für mich nicht vorstellbar ist.“

Die Gerüchte um eine Nutzung als Unterkunft für Asylbewerber rankten sich bereits um das Haus an der Schmöllner Landstraße, bevor öffentlich wurde, dass der Pachtvertrag zum Jahresende ausläuft. Die entsprechende Bestätigung durch Pächter Dietrich Wieland und der privaten Eigentümergemeinschaft aus Baden-Württemberg Ende vergangener Woche befeuerten diese Spekulationen zusätzlich. Schließlich biete das Hotel rein baulich optimale Voraussetzungen.

„Der Altenburger Hof ist ein Hotel und bleibt es auch, weil der Bedarf da ist“, erklärte Wolf weiter. Als Altenburgs OB und als neuer Chef des Fremdenverkehrsverbandes wäre er mit dem Klammerbeutel gepuderte, wenn er nicht um den Erhalt des größten Hotels im Altenburger Land kämpfen würde. „Ich stehe zum Weiterbetrieb.“ Aufgrund dessen widersprach er auch Aussagen des Noch-Pächters Wieland, der neben fehlenden Investitionen der Eigentümer auch über Desinteresse und fehlende Hilfe seitens der Stadverwaltung und des Landratsamtes geklagt hatte (die OVZ berichtete).

„Das ist falsch und eine Unterstellung“, sagte Rathauschef Wolf. Vielmehr habe man mit Wieland und den Eigentümern bereits im Mai gesprochen und „unsere ganze Hilfe angeboten“. Darunter sei etwa das Parkplatzproblem gewesen. „Dafür habe ich den Anger ins Gespräch gebracht.“ Zudem habe man angeboten zu prüfen, ob man die Schmöllnsche Landstraße nicht mehr zwei-, sondern nur noch einspurig am Hotel vorbeiführen könne, so das Stadtoberhaupt. „Aber eines steht fest: Wir können nicht die Auseinandersetzung zwischen Eigentümer und Mieter lösen.“ Zumal die Stadtverwaltung von den Eigentümern gebeten worden sei, still zu halten, bis alles geklärt sei.

Doch dazu kam es nur in negativer Hinsicht, was nun in der Schließung des Hotels gipfelt. Laut Wolf gab es deswegen bereits vergangenen Donnerstag ein weiteres Gespräch mit einem Vertreter der Eigentümergemeinschaft. „Dort haben wir erneut signalisiert, alle Hilfe, die in unserer Macht steht, zu geben“, erklärte der OB. So wolle man unter anderem helfen, zügig einen Nachmieter zu finden und die nötigen Investitionen zu ermöglichen. Um den Nachdruck zu verleihen, will Wolf sogar nach Stuttgart fahren, um schnellstmöglich zu einer Lösung zu kommen.

Von Thomas Haegeler

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