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Altenburg OB Neumann will Altenburger Rathaus auf Trab bringen und Geld sparen
Region Altenburg OB Neumann will Altenburger Rathaus auf Trab bringen und Geld sparen
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17:56 12.08.2018
Zum 1. September führt OB André Neumann im Altenburger Rathaus eine neue Arbeitsstruktur ein, die zu schnelleren Entscheidungen und zu Kosteneinsparungen führen soll. Quelle: Monika Schröter
Altenburg

Oberbürgermeister André Neumann (CDU) ordnet das Rathaus neu. Demnach gibt es ab 1. September nur noch zwei statt vier Dezernenten – ihn selbst und seinen künftigen Stellvertreter Frank Rosenfeld (SPD). Sowohl über den Plan, den SPD-Kreischef zum Bürgermeister der Skatstadt zu machen, als auch über die wegfallenden Dezernenten-Stellen hatte die OVZ bereits am Dienstagabend exklusiv berichtet. Zudem bestätigte Neumann nun auf Nachfrage, den Wechsel von Stadtrechtsdirektor Johannes Graffé zu den Stadtwerken Altenburg. Die Zukunft von Robby Tänzer, dem zweiten in der neuen Struktur wegfallenden Dezernenten, sei aber noch offen, so der OB.

Gespräche mit Tänzer, Graffé soll zu Stadtwerken

„Wegen der Umstrukturierung sind wir noch im Gespräch“, erklärte Neumann zur Personalie des aktuellen Dezernenten für Soziales und Sport. Es gebe ein Angebot. „Auch Robby Tänzer hat dazu eine Entscheidung zu treffen. Sobald diese vorliegt, werden wir den weiteren Weg besprechen.“ Klarer ist die Situation beim noch für Ordnung, Recht und Liegenschaften zuständigen Dezernenten Graffé. „Im August-Stadtrat wird es eine Beschlussvorlage geben zur Zuweisung eines Beamten an die Stadtwerke Altenburg GmbH“, sagte der Rathauschef. Nach OVZ-Informationen geschieht das, weil Graffé ansonsten seine Position als Beamter und damit auch weitere Versorgungsansprüche verlieren würde.

Damit steht die nächste Sitzung de Altenburger Kommunalparlaments ganz im Zeichen von Personalentscheidungen. Denn am 30. August sollen die Stadträte auch Rosenfeld ins Amt wählen, was dem Vernehmen nach als ziemlich sichere Sache gilt. So bewerten viele Volksvertreter Neumanns Vorschlag als sinnvoll und tragbar.

Superreferat für Soziales, Jugend und Sport entsteht

Für den OB ist die neue Rathausstruktur ein erster Schritt zu einer effizienteren Verwaltung. Dennoch bleiben die Referate weitestgehend erhalten. Einzige nennenswerte Änderung ist die Zusammenlegung der bisher getrennten Bereiche Soziales sowie Jugend und Sport zu einem Superreferat. Wer dieses übernimmt, ist schon deshalb spannend, weil Dezernent Tänzer bislang auch für Jugend und Sport verantwortlich ist, während Ines Quart aktuell für den sozialen Bereich verantwortlich zeichnet.

Das Superreferat gehört ab September jedenfalls genauso wie die Referate Wirtschaftsförderung, Kämmerei sowie Haupt- und Personalverwaltung zum Geschäftsbereich des OBs. Dazu gesellen sich dann noch sein persönlicher Referent, das Büro OB und Stadtratsangelegenheiten, der Pressesprecher, die Beauftragten für Datenschutz, Geheimschutz und Gleichstellung sowie der Eigenbetrieb Residenzschloss Altzenburg . Alle anderen Referate gehören dann zum Geschäftsbereich seines designierten Stellvertreters Rosenfeld. Namentlich sind das neben dem Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg die Referate Recht, Liegenschaften, Feuerwehr, Stadtplanung, Bauverwaltung und -ordnung, Hoch- und Tiefbau, Stadtwirtschaft sowie Ordnungs-, Melde- und Personenstandswesen.

OB sieht schnellere Abläufe und geringere Kosten

Mit der neuen Aufteilung sollen Abläufe im Rathaus beschleunigt werden. „Durch kürzere Kommunikationswege innerhalb der Verwaltung und das Vertrauen auf die fachliche Kompetenz der jeweiligen Leiter werden die einzelnen Referate der Stadtverwaltung gestärkt und Verfahren beschleunigt“, begründete Neumann die Struktur. „Anstatt des Grundsatzes ‚Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser‘ setze ich auf die Arbeitsweise ‚Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser‘.“ Während die tägliche Arbeit auf der Fachebene gelöst werden soll, sind strategische und grundsätzliche Entscheidungen auf der Ebene des OB und seines Stellvertreters angesiedelt. Zudem verspricht sich der OB mittel- und langfristig Kostenvorteile für den Stadthaushalt.

Neumann und Rosenfeld verdienen weniger als Vorgänger

Dabei gehen Neumann und sein designierter Bürgermeister Rosenfeld voran. Denn im Gegensatz zu ihren jeweiligen Vorgängern sind beide zwei Gehaltsgruppen heruntergerutscht. Bekam Ex-OB Michael Wolf (SPD) noch eine B5, was monatlich 8775,86 Euro plus Zuschläge entspricht, erhält Neumann laut Stellenplan eine B3 und mit 7800,33 Euro plus Zuschläge fast 1000 Euro im Monat weniger. Für ihn sei es logisch, die Gehaltsklassen an die Bevölkerungsentwicklung anzupassen, so der OB. „Ich selbst trage gern ein Stück bei, um die Haushaltssituation zu verbessern und die Verwaltung kostengünstiger zu machen.“

Beschlossen wurde die Anpassung aber noch unter Wolf. Demnach stehen seinem Genossen Rosenfeld künftig zwischen 5586,71 und 6843,25 Euro zuzüglich etwaiger Zuschläge pro Monat zu, was die Spanne der Besoldungsgruppe A16 ist. Bei seiner noch bis Ende des Monats amtierenden Vorgängerin Kristin Moos waren es in der Gehaltsgruppe B2 noch 7366,60 Euro plus x.

Von Thomas Haegeler

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