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Altenburg OB-Wahl in Altenburg: FDP unterstützt CDU – und kritisiert SPD
Region Altenburg OB-Wahl in Altenburg: FDP unterstützt CDU – und kritisiert SPD
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14:19 12.03.2018
Die FDP unterstützt in Altenburg den CDU-Kandidaten im Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters. Quelle: FDP
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Altenburg

Die FDP unterstützt im Kampf um den Stuhl des Altenburger Oberbürgermeisters den designierten CDU-Kandidaten André Neumann. So gab Detlef Zschiegner in einer am Mittwoch verbreiteten Pressemitteilung eine Wahlempfehlung ab. „Mit André Neumann haben wir nicht nur einen engagierten und politisch erfahrenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters“, erklärte der einzige verbliebene liberale Altenburger Stadtrat. „André Neumann ist darüber hinaus auch ein waschechter Altenburger, der weiß, wie die Menschen in seiner Heimatstadt ticken.“

Offenbar geschieht dies vor dem Hintergrund, dass es der FDP selbst an Kandidaten fehlt. So war man zwar auf der Suche, ist aber nach OVZ-Informationen nicht fündig geworden. Heißestes Eisen im Feuer war Rechtsanwältin Nicole Bauer, die aber abwinkte. „Es gab konkrete Anfragen“, sagte die Altenburgerin. „Ich bin FDP-Mitglied mit Herzen, sehe meine berufliche Zukunft aber nicht in der Politik.“ Um ein Amt wie das des OB, des Landrats oder Ähnliches auszuüben, müsse man es mit 150 Prozent wollen. „Ich bin mit Leidenschaft Rechtsanwältin.“

Ähnlich sieht es an der Kandidatenfront für das Landratsamt aus. Nach OVZ-Informationen gibt es auch hier niemanden, der will – weder Kreischef Torsten Grieger, noch der Kandidat der letzten Landratswahl, Daniel Scheidel, haben Ambitionen. Folglich wird es hier darauf hinauslaufen, dass die Liberalen CDU-Kandidat Uwe Melzer unterstützen.

Alles andere darf angesichts der fundamentalen Kritik der FDP an den Sozialdemokraten als unwahrscheinlich gelten. „Da die Altenburger SPD ganz offensichtlich keinen geeigneten Kandidaten hat, den sie in das Rennen um die Nachfolge ihres Oberbürgermeisters schicken kann, soll nun zu Lasten der Altenburger Steuerzahler eine Leipzigerin zur OB-Wahl fit gemacht werden“, kritisierte Kreisvorstand Zschiegner die frühere sächsische Juso-Chefin und persönliche Referentin Katharina Schenk. „Für eine Stadt, von der sie selber sagt, dass sie sie gar nicht kenne. Das schlägt dem Fass den Boden aus!“

Es würde ihn nicht wundern, wenn sich Michael Wolf zum Ende seiner Amtszeit in die Geschäftsführung eines kommunalen Unternehmens hieven lassen will, um von dort aus weiter die Strippen in der Skatstadt zu ziehen, so Zschiegner. „Das würde seinem Politikstil entsprechen, denn vom Oberbürgermeister im Rathaus zum Oberkellner im Ratskeller wird er die Karriereleiter sicherlich nicht herabsteigen wollen.“

Von Thomas Haegeler

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