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Altenburg Ölsperren und Sandsackfüllen im Nobitzer Kieswerk
Region Altenburg Ölsperren und Sandsackfüllen im Nobitzer Kieswerk
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00:21 21.09.2017
Auf dem See des Kieswerks legten die Kameraden Ölsperren. Quelle: Feuerwehr Nobitz
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Nobitz

Die Farbe Rot dominierte am Sonnabend auf dem Gelände des Kieswerks Heim in Nobitz. Auf dem weiträumigen Areal, das dank seiner örtlichen Gegebenheiten gute Übungsbedingungen bietet, trafen sich die Feuerwehrleute aller zehn Nobitzer Ortsteilwehren zum gemeinsamen Ausbildungstag. „So ein zentraler Ausbildungstag fand bereits im vergangenen Jahr statt. Damals kam das so gut an und waren uns einig, dass wir so was jedes oder aller zwei Jahre durchführen wollen“, erklärte Ortsbrandmeister Thomas Hermann.

Sechs Übungsstationen mit sowohl praktischem als auch theoretischem Schwerpunkt standen auf dem Plan. „Jede teilnehmende Wehr war an jeder Station zwischen 45 Minuten und einer Stunde aktiv, so dass sich die Ausbildung von 8 bis 14 Uhr hinzog“, berichtete Hermann. Vielfältig die Aufgabenstellungen: Mal wurde das Wissen über die neue Feuerwehrorganisationsverordnung abgefragt, mal der korrekte Umgang mit der gemeindeeigenen Sandsackfüllmaschine getestet. Auch der Aufbau von Ölsperren auf einem Gewässer sowie die Wasserrettung mit dem Schlauchboot standen auf dem Programm. „Die Atemschutzgeräteträger waren ebenfalls gefordert. Sie mussten unter Vollschutz den hohen Trockenturm der Firma erklimmen“, schilderte der Ortsbrandmeister. Auch der Umgang mit tragbaren Leitern sowie der Einsatz als Löschgruppe wurden geübt.

Das Fazit, dass Thomas Hermann gemeinsam mit den Ausbildern ziehen konnte, war durchweg positiv. „Der Ausbildungsstand ist in jeder Ortsteilwehr sehr gut.“ Mit derzeit 150 aktiven Kameraden in den Wehren Bornshain, Burkersdorf, Ehrenhain, Gösdorf, Klausa, Lehndorf, Mockern, Oberleupten, Podelwitz und Wilchwitz ist die Freiwillige Feuerwehr Nobitz die mit Abstand größte im gesamten Altenburger Land.

Insgesamt seinen am Sonnabend rund 80 Kameraden beteiligt gewesen. „Was eine sehr gute Resonanz ist“, schätzte Hermann ein. Jede Teilfeuerwehr hat feste Aufgaben im Einsatzkonzept der Landgemeinde, die mit gut 70 Quadratkilometern und 39 Ortsteilen die flächenmäßig größte im Kreis ist. „Auf jeden Fall werden wir diese zentralen Ausbildungen beibehalten. Sie dienen auch dazu, den Zusammenhalt zu festigen“, so Hermann, der sich in diesem Zusammenhang bei der Leitung des Kieswerkes für die unkomplizierte Unterstützung bedankte und bereits nach weiteren potenziellen, anspruchsvollen Übungsobjekten Ausschau hält.

Von Jörg Wolf

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