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Altenburg Offenburger Pfadfinder zu Gast im Altenburger Land
Region Altenburg Offenburger Pfadfinder zu Gast im Altenburger Land
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11:57 02.08.2016
Die Pfadfinder vom Stamm Konradin aus Offenburg haben derzeit ihr Sommerlager im Altenburger Land aufgeschlagen. Ein Highlight beim Besuch auf der Teehauswiese: Das Ziegenkäse-Wettrollen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Großer Trubel herrscht am Montagmittag auf der Altenburger Teehauswiese. Kinder und Jugendliche sitzen in Grüppchen verteilt auf dem Rasen, stärken sich mit Grillgut und kühlen Getränken. Die rund 70 Mitglieder der Pfadfinderschaft St. Georg aus dem baden-württembergischen Offenburg legen hier nach einer Stadtrallye durch die Innenstadt eine wohlverdiente Verschnaufpause ein.

Bereits seit vergangenem Donnerstag haben die Naturfreunde im nahen Lumpzig ihre Zelte für das große Sommerlager aufgeschlagen, wie Gruppenleiter Jess Haberer beim Ortsbesuch erzählt. Für das Altenburger Land als Standort habe man sich dabei ganz bewusst entschieden, erläutert er. „Wir sind turnusmäßig im In- und Ausland unterwegs“, so der 69-Jährige, „in diesem Jahr stand wieder einmal ein Besuch in einer unserer Partnerstädte auf dem Programm.“

Von hier aus starten die Pfadfinder vom Stamm Konradin bis zum 14. August zu zahlreichen Touren und Trips ins Umland. „Verschiedene Gruppen sind dann unterwegs, manche erkunden zu Fuß, andere per Boot oder Fahrrad die Region, versorgen sich in dieser Zeit selbst, errichten eigenständig ihr Nachtlager und lösen verschiedene Aufgaben“, zählt Haberer auf. Im Mittelpunkt stehe dabei die Begegnung mit den Menschen, der Kultur und der Geschichte der Region. „So erweitern wir den Horizont der Kinder und schauen alle gemeinsam über unseren Tellerrand.“

Das Konzept komme bei vielen Kindern an, weiß der Gruppenleiter zu berichten. Besonders der Kontakt zur Natur sei elementar, wie er betont. „Wir wollen den jungen Leuten einen umsichtigen Umgang mit ihrer Umwelt näher bringen und in der Lagerzeit auch ihre sozialen Kompetenzen schärfen.“ Draußen sein, Dinge auch mal auf eigene Faust erkunden und Verantwortung füreinander übernehmen – das sei der Kern des Pfadfinderdaseins. „Deshalb herrscht bei uns auch absolutes Handy- und Tabletverbot, die Kinder sollen ihre Umwelt bewusst wahrnehmen.“

Disziplin gehöre natürlich auch dazu. Neben dem Morgenappell steht auch allabendlich die obligatorische Nachtwache auf dem Programm. „Da muss jeder mal ran, auch unsere Jüngsten – natürlich mit Unterstützung“, erklärt er. „So lernen die jungen Leute neben dem Engagement für die Gemeinschaft auch, Verantwortung zu übernehmen, Mut und Courage zu zeigen.“

Eine erste Gelegenheit, dieses Engagement unter Beweis zu stellen, bot die morgendliche Stadtrallye quer durch Altenburg. Gemeinsam wollten verschiedene Aufgaben gelöst und Prüfungen gemeistert werden. Trotzdem: Natürlich stand der Spaß dabei stets im Vordergrund, wie der 9-jährige Jona erklärt: „Wir mussten etwa Skatkarten angeln, Käse rollen oder sind im Inselzoo auf die Suche nach verschiedenen Tieren gegangen“, zählt er begeistert auf.

Auch Pfadfinderkollegin Alexandra zeigt sich sichtlich begeistert von dem Rundgang. „Alles war sehr interessant – auch wenn es für meinen Geschmack ein bisschen zu oft um Skat ging. Ich kann das nämlich nicht spielen“, gibt die 14-jährige schmunzelnd zu. Trotzdem: Auch im nächsten Jahr wird sie wieder mit im Lager dabei sein. „Vor allem die Gemeinschaft und die Vielseitigkeit gefallen mir. Mal gehen wir wandern, dann besuchen wir Städte oder kümmern uns einfach um das Lager – die Abwechslung macht’s einfach.“

Von Bastian Fischer

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