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Altenburg Oldtimerfreunde trafen sich zum zehnten Mal am Quellenhof
Region Altenburg Oldtimerfreunde trafen sich zum zehnten Mal am Quellenhof
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00:32 02.05.2018
Bernd Willner aus dem Frohburger Ortsteil Dolsenhain präsentierte einen DKW F2, Baujahr 1934. Quelle: Wolfgang Riedel
Göpfersdorf

Zum zehnten Mal luden am Sonntag die Heimatfreunde Göpfersdorf zum Oldtimertreffen am benachbarten Garbisdorfer Quellenhof ein. „Wir rechnen wieder mit bis zu über 400 geschichtsträchtigen Autos und Motorrädern, die entsprechend unserer Wettbewerbsprämissen auch ausgezeichnet werden“, so Cheforganisator Georg Friedemann. Die Teilnehmer reisten unter anderem aus Chemnitz, Zwickau, Leipzig und Umgebung an.

Gleich anfangs der Auto-Präsentationsfläche machte ein Wartburg-Anhängergespann die Besucher neugierig. „Mit dem Wohnanhänger vom Baujahr 1972 touren wir wiederum ganz normal mit unserem zugelassenem PKW auch in den Urlaub. Mit dem 1962 gebauten Wartburg geht’s allerdings nur zu Oldtimertreffen“, so die Besitzergattin Sylke Koschnick vom Oldtimerverein Oberlungwitz, die sich gerade vor dem Gespann mit Freunden gemütlich positionierte.

„Das Gespann erinnert gelungen an die Campingfreuden zu DDR-Zeiten“, sagte Hagen Morgner aus Ronneburg, ehe er unter den über 1000 Besuchern mit einer Gästetraube den Oldie von Bernd Willner aus dem Frohburger Ortsteil Dolsenhain in Augenschein nahm. „Mein DKW F2 wurde 1934 im Werk der Autounion in Zwickau hergestellt, hat 18 PS und einen 600-Kubikzentimeter-Hubraum“, so der Oldtimerfreund Willner, der mit diesem Altwagen stets auch an den Horch-Classics-Treffen in Zwickau teilnimmt.

Christian Ledderboge aus Waldenburg reiste mit einem ehemaligen NVA-Kübelwagen an. „Bis 2008 luden wir selbst zum Oldtimertreffen auf unseren einstigen Bauernhof in Uhldorf ein“, betonte Ledderboge und fügte hinzu, dass Militärfahrzeuge an sich auf derlei schlichten Oldtimertreffen nicht unbedingt erwünscht sind.

Die Göpfersdorfer Heimatvereinsfreundin Marita Trenkmann vom Kuchenbuffetteam nahm sich trotz des Besucherandranges schon mal die Zeit, um einige Modelle anzuschauen. Sofort zückte die Wieratalerin ihre Kamera, als sie staunend vor einem auffälligen „Commander 8“ mit acht Zylindern, 4097 Kubikzentimeter Hubraum und 107 PS verharrte, der 1935 vom US-Autoproduzenten Studebaker auf den Markt kam.

„Der rundgelutschte Trabant 600 vom Baujahr 1961 hat ja sogar einen Anhänger mit Tresenzapfhahn an Bord“, amüsierte sich derweil Besucher Daniel Wolin aus Gera über das Trabantgespann von Gunter Gotthardt aus Burgstädt. „Nun ja, wenn man in der heißen Sommerzeit auf Achse ist, da ist es sehr erquicklich, reichlich trinken zu können“, warf der pfiffige Sachse lachend ein, dessen Autoanhänger letztlich aus einem Trabanthinterteil entstand. „Mein Trabantgespann trägt das Fahrzeugkennzeichen mit der Nummer 7. Somit kann ich allerdings mit diesem nicht freiweg am Straßenverkehr teilnehmen, sondern nur zu derlei Treffen fahren“, erwähnte zudem der ideenreiche Kfz-Bastler Gotthardt noch.

Von Wolfgang Riedel

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