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Oldtimertreffen in Altenburg verbucht erneut mehr Teilnehmer als im Vorjahr

18 Auflage Oldtimertreffen in Altenburg verbucht erneut mehr Teilnehmer als im Vorjahr

Zur inzwischen 18. Auflage des Oldtimertreffens am Sonnabend in Altenburg wurden dieses Jahr 157 Teilnehmer gezählt. Das seien 13 mehr als im Jahr 2015, zeigte sich die Geschäftsführerin des veranstaltenden Autohauses Eckardt begeistert. „Ich denke, die Leute kommen gern zu uns, da wir alles sehr gut organisieren, alle herzlich empfangen, es mittlerweile ein traditionelles Treffen und von Jahr zu Jahr gewachsen ist“, so Annett Eckhardt.

Die Rundfahrt der Oldtimer endete auf dem Hauptmarkt der Residenzstadt und lockte viele Gäste zum Schauen und Staunen an.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Altenburg. „Es begann vor Jahren damit, dass wir in unserem Autohaus von Volkswagen eine Ausstellung unter dem Thema ,Generationen’ hatten“, erinnert sich Geschäftsführerin Anke Eckardt. „Dann bekam mein Vater Eberhard eine F8-Holzkarosse angeboten, und so riefen wir hier Oldtimertreffen ins Leben.“ Zur inzwischen 18. Auflage am Sonnabend fanden sich nun schon 157 Teilnehmer ein. Das seien 13 mehr als im Jahr 2015, zeigte sich die Geschäftsführerin des Altenburger Autohauses Eckardt begeistert. Sie freut sich über den steigenden Zuspruch. „Ich denke, die Leute kommen gern zu uns, da wir alles sehr gut organisieren, alle herzlich empfangen, es mittlerweile ein traditionelles Treffen und von Jahr zu Jahr gewachsen ist“, so Annett Eckhardt.

Andreas und Marion Fiedler aus Zwenkau begutachteten den Schaden an ihrem „Papa“

Andreas und Marion Fiedler aus Zwenkau begutachteten den Schaden an ihrem „Papa“. Die Zylinderkopfdichtung des Moskwitsch gab den Geist auf.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

„Ich komme gern hierher, zum einen ist es gleich um die Ecke, zum anderen ist das Ambiente immer sehr schön“, gab Thomas Olijnyk vom Oldtimerverein Schlagwitz bei Waldenburg zu Protokoll. Er nennt mehrere DKW-Motorräder sein Eigen. Am Sonnabend reiste er mit der DKW E 250 in die Skatstadt, nahm aber nicht an der beliebten Rundfahrt teil. „Das Modell ist von 1928, so eine Stop-and-Go-Fahrt ist nicht ideal für die Kupplung“, meinte er und erzählte, wie er Oldtimerfan wurde. „Ich bin früher Sportmotorrad gefahren, dann war ich mal auf einer Veranstaltung mit alten Karossen, und seither bin ich fasziniert. Vor allem, welche Technik vor Jahrzehnten schon verbaut wurde, ist beeindruckend“, so der Motorradfreund, der gern das Flair alter Gegenstände mag.

Auf ging es kurz nach 11 Uhr zur großen Ausfahrt, bei der die historischen Fahrzeuge über Münsa, Nobitz, Ehrenhain, Zehma, Gößnitz, Bornshain, Großstöbnitz und Selleris zurück zum Altenburger Hauptmarkt ihre Runde drehten. Doch ein Fahrzeug blieb stehen. Andreas und Marion Fiedler aus Zwenkau nahmen in ihrem blau-weißen Moskwitsch 407 Platz und warteten. „Tja, eigentlich wollten wir schon auf dem Weg zum Altenburger Hauptmarkt sein, aber die Zylinderkopfdichtung ist gerade kaputt gegangen“, bedauerte Fiedler. Sowas sei ihm noch nie passiert, „aber einmal ist immer das erste Mal“. Und so musste der „Papa,“ wie das Paar seinen Oldtimer liebevoll nennt, von einem guten Bekannten die 38 Kilometer bis nach Hause abgeschleppt werden. „Schön ist es nicht, aber die Autos sind so gebaut, dass man sie selber reparieren kann. Ein Griff in den Schrank, eine neue Dichtung rausgeholt und drei Stunden Arbeit – und dann ist er wieder flott“, so der aufgeschlossene Autofan, der sich noch gut erinnert, weshalb er drei Moskwitsch in seinen Besitz hat. „Wir hatten zu DDR-Zeiten schon diese Automarke, und seither ist eine Verbindung geblieben“, erzählte der Zwenkauer, der gern Oldtimertreffen aufsucht, denn da könne er mit Gleichgesinnten über sein Hobby reden und den Alltag ausblenden.

Gegen 12 Uhr trafen die ersten Oldtimer auf dem Hauptmarkt in Altenburg ein und sorgten bei den Einwohnern und Touristen für reges Interesse. Die Karossen wurden von allen Seiten bestaunt, und die Fahrer stärkten sich erstmal bei Bratwurst und Erbsensuppe.

Anschließend wurden wie in den Vorjahren drei Pokale vergeben. Den ersten erhielt Rainer Gräfe aus Merseburg, der mit dem ältesten Einspurfahrzeug angereist war – eine Aiglon A550 F von 1918. Den Pokal für das älteste Mehrspurfahrzeug erhielt der Bad Lausicker Wolfgang Loth mit seinem Austin 16/6 von 1928. Den Pokal für die weiteste Anreise erhielt Torsten Rahm aus Ahrensfelde. Er legte mit seinem Mercedes MB 190 von 1965 bis nach Altenburg 296 Kilometer zurück.

Von Nicole Rathge-Scholz

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