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Altenburg Olsenbande macht Volkshaus Zechau unsicher
Region Altenburg Olsenbande macht Volkshaus Zechau unsicher
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18:10 16.10.2017
Steffen Gruner (Benny), Andreas Schaller (Kjeld) und Regisseur Helmut Pöschel (v.l.) präsentieren in Zechau „Die Olsenbande und die Hand es Königs“. Quelle: Udo Varges
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Kriebitzsch

Premiere beim Zechauer Dorf und Faschingsclub (ZDF): Zum ersten Mal gab’s beim ZDF am vergangenen Sonnabend einen Filmeabend. In drei Teilen wurde das Zusammenfinden und die Entstehung der Würchwitzer Olsenbande gezeigt und das normale Leben der Hauptdarsteller sowie des Kameramannes und des Regisseurs beleuchtet.

Alle stammen aus dem kleinen Dorf Würchwitz oder dessen Umgebung. Egon Olsen alias Friedrich Karl Steinbach ist ehemaliger Bürgermeister von Würchwitz und züchtet in seiner Freizeit Pferde. Kjeld, alias Andreas Schaller, auch Mäxchen genannt, ist in seinem wahren Leben der Dorfschmied und hat eigentlich gar keine Zeit fürs Filmen. Benny, alias Steffen Gruner, arbeitet als selbstständiger Maler und hat den Kontakt zwischen der Würchwitzer Olsenbande und dem ZDF hergestellt. Ihm macht es besonderen Spaß, in die Rolle des Benny zu schlüpfen. Nebenbei ist er ein exzellenter Schneider und nähte unter anderem die Kostüme für Yvonne, der Film Frau von Kjeld.

In die Rolle der Yvonne schlüpfte Steffi Pöschel. Diese Figur ist ihr wie auf dem Leib geschneidert. Sie arbeitet in der Sparkasse Altenburger Land. In ihrer Freizeit trainiert sie die Tanzmäuse des Luckaer Karnevalsclub. Da wäre dann noch der Kameramann Peng, alias Thomas Linzner. Er ist Zahnarzt, kümmert sich um die Technik und um das Zusammenschneiden des Films bis zur Premierenreife. Regisseur, Erfinder, Drehbuchautor und Kopf der Würchwitzer Olsenbande ist schließlich Helmut Pöschel. Er zieht die Fäden und hält diese zusammen, macht möglich, was nicht möglich erscheint und lässt so einen „Not Budget Film“ entstehen.

Helmut Pöschel, Benny und Kjeld waren am Sonnabend nun zu Gast im Volkshaus und plauderten über ihren letzten Film „Die Olsenbande und die Hand des Königs“ aus dem Jahr 2015. Dessen Premiere fand im ausverkauften Kulturhaus des Hydrierwerks in Zeitz statt. Und dieser Film wurde nun auch im voll besetzten Saal des Volkshauses Zechau gezeigt.

Bevor aber der Hauptfilm gezeigt wurde, gab es ein „Pausenbrot“, passend zum Abend natürlich ein dänisches, wie zum Beispiel dänische Blätterteigtaschen, Heringssalat oder dänische Kartoffelsuppe. Und so wie es passend zum Film das Essen gab, war auch der in den Farben rot und weiß geschmückte Saal auf den Abend abgestimmt.

Danach flimmerte endlich „Die Olsenbande und die Hand des Königs“ über die Leinwand. Das Publikum war mucksmäuschenstill und natürlich gab es an vielen Stellen auch die entsprechenden Lacher, wenn Egon, Benny, Kjeld und Yvonne auf der Jagd nach dem großen Geld waren. Egon war aus der Psychiatrie entlassen und wurde gebraucht, um Geld zu beschaffen. Benny musste eine hohe Steuernachzahlung leisten. Egon hatte, wie immer einen Plan. Sie stahlen kurzerhand die Tageseinnahmen des Gewandhauses Leipzig aus einen Tresor der Marke Franz Jäger Berlin und nahmen so nebenbei noch einen Koffer mit unbekanntem Inhalt mit. Aus der Zeitung erfuhren sie am nächsten Tag, dass sie eine über 1000 Jahre alte Hand mitgehen ließen und diese sehr wertvoll war. Darauf setzten die Stadtoberen der Schweizer Stadt Rheinfelden eine Million Euro als Belohnung für das Wiederauffinden aus. Schließlich bekam Egon die Million und legte diese auch gleich bei der Credit Suisse an. Doch der Deal flog durch eine Steuer-CD auf. Die Olsenbande erhielt aber nur eine milde Strafe und musste als gemeinnützige Arbeit Rasen mähen. Das war Egon zu wenig, er wollte seine Haftstrafe antreten. Aber Knast stand zum Verkauf.

Am 5. Dezember findet im Kulturhaus des Hydrierwerkes Zeitz eine weitere Premiere der Würchwitzer Olsenbande statt. Die waren dieses Jahr in Dänemark und haben sich die Original Filmaufnahmeplätze der richtigen Olsenbande angesehen. Darüber wird es einen Dokumentarfilm geben.

Von Udo Vargas

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