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Altenburg Oper Leipzig kommt an Meuselwitzer Grundschule
Region Altenburg Oper Leipzig kommt an Meuselwitzer Grundschule
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09:04 11.12.2018
Theaterpädagogin Heidi Zippel (r.) erklärte den Kindern, was sie beim Opernbesuch erwartet. Quelle: Foto: Mario Jahn
Meuselwitz

Da hallte so manches „Oh“ und „Ah“ am Freitagmittag durchs Musikzimmer der Meuselwitzer Grundschule. Staunend und ordentlich gespannt lauschten die Kinder den Ausführungen von Heidi Zippel. Die Theaterpädagogin der Leipziger Oper war eigens in die Schnauderstadt gekommen, um den Grundschülern ein ganz besonderes Ereignis im kommenden Jahr schmackhaft zu machen.

New York, Toronto, Sydney – und Meuselwitz

2019 startet mit einem echten Highlight für die Schüler: Am 8. Januar gastiert die Oper Leipzig mit „Knusper, knusper, knäuschen“ in der Schnaudertalhalle. Im Gepäck haben die Verantwortlichen dann neben fünf Sängerinnen und Sängern, Maskenbildnern und Bühnenbauern auch gleich 26 Musiker des Leipziger Gewandhausorchesters. „Das ist eines der ältesten und berühmtesten Orchester der Welt“, hob Heidi Zippel nicht ohne Stolz hervor. Auf dem Gastspielplan der Profimusiker finden sich regelmäßig Stationen in New York, Toronto und Sydney – und nun eben auch in Meuselwitz.

Gespielt wird, ganz dem Titel entsprechend, eine gut einstündige Version von „Hänsel und Gretel“ in der Textfassung von Adelheid Wette mit Musik von Engelbert Humperndinck. Das Stück, das erstmals 1893 in Weimar zur Aufführung kam, wird auch heute noch auf Bühnen weltweit gespielt.

Hautnah am Bühnengeschehen

Die Kinder sind beim Gastspiel in Meuselwitz indes nicht zum passiven Zuschauen verdammt, sondern dürfen auch selbst einmal an der Produktion mitwirken. So sollen die älteren Jahrgänge den Bühnentechnikern beim Aufbau zur Hand gehen und den ankommenden Musikern und Darstellern den Weg zu ihren Garderoben weisen. Und selbst für die Kleineren gibt es jede Menge zu erleben, wie Zippel gleich mehrfach betonte. Anders als im Leipziger Opernhaus am Augustusplatz etwa, kommen die Kinder den Mitwirkenden ganz nah.

Statt im Orchestergraben zu verschwinden, sitzen die Musiker für jedermann gut sichtbar am Bühnenrand. „Einen Vorhang gibt es ebenfalls nicht, alle Umbauten für die insgesamt drei Bühnenbilder sind direkt zu sehen“, kündigte Zippel weiter an. Daneben erwarten die Schüler weitere Einblicke. „Wie weiß welcher Musiker eigentlich, wann er anfangen muss zu spielen? Und wie laut? Und wer entscheidet, wo welcher Musiker sitzt?“, zählte Zippel auf. All diese Fragen und noch so manche mehr sollen beantwortet werden.

Einmalige Chance für die Kinder

Auch Konrektorin und Musikkoordinatorin Birgit Adler freut sich auf das besondere Event. „Ich habe in der Zeitung über einen Besuch der Oper in Wurzen gelesen und dann einfach mal angefragt, ob so etwas auch bei uns möglich wäre“, erklärt sie das Zustandekommen des Besuchs. Sie freut sich, dadurch allen Grundschulkindern einmal Hochkultur näherbringen zu können, zumal so das musikalische Profil des Hauses noch stärker zur Geltung komme. „Es ist doch toll, wenn die Kinder mal so etwas Außergewöhnliches erleben, etwas, das sie vielleicht so nie wieder haben können“, findet sie.

Von Bastian Fischer

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