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Altenburg Orgelakademie lädt wieder aufs Altenburger Schloss
Region Altenburg Orgelakademie lädt wieder aufs Altenburger Schloss
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00:44 31.07.2015
Die Kreutzbach-Orgel in Treben. Quelle: Mario Jahn
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Denn sie ist eine Erfolgsgeschichte, diese Orgelakademie.

Seit Ihrer Gründung 1991 hat sie Jahr für Jahr zahlreiche Organisten, Kirchenmusikstudenten und Orgelfreunde angezogen. Im Mittelpunkt der zunächst als Sächsisch-Thüringische Orgelakademie gegründeten und seit 1995 selbstständig arbeitenden Lehreinrichtung steht die überaus reichhaltige und stilistisch breit gefächerte mitteldeutsche Orgellandschaft. Die Ausstrahlung der Thüringischen Orgelakademie ist weltweit. Denn die Palette der Länder, aus denen die Organisten nach Altenburg kamen, reicht von Südafrika und Japan, China und Korea, von den USA und Mexiko bis nach Russland, Finnland und Schweden.

Die ständig auf sehr gutem Niveau befindlichen Teilnehmerzahlen widerspiegeln die Ausstrahlung und Anziehungskraft der Thüringischen Orgelakademie. Sie wartet mit guter Organisation, mit namhaften und wechselnden Gastprofessoren und exquisiten Exkursionszielen auf. Das macht das Erfolgsrezept dieser Veranstaltung aus.

In den zurückliegenden 25 Jahren zeigte sich, dass für viele ausländische Teilnehmer das Spiel auf einer der vielen wertvollen historischen Orgeln von Silbermann, Trost, Ladegast oder Sauer, um nur einige Namen zu nennen, ein Aha-Erlebnis darstellt. Besonders diejenigen Organisten, die bisher auf einer elektronischen Orgel geübt haben, bemerkten bei dem ersten Kontakt mit einem historischen Instrument einen gravierenden Unterschied in der Spielweise.

Bei einem Blick hinter die Kulissen der Thüringischen Orgelakademie kann man feststellen, dass Pannen, Pech und Pleiten sehr selten auftraten. Trotzdem passierte es, dass zum Beispiel ein Teilnehmer eine kleine Dorfkirche in Thüringen nicht auf Anhieb fand oder dass ein anderer seine Noten vergessen hatte. Aber auch andere kuriose Anekdoten haben sich im Laufe der Jahre ereignet.

Begehrt ist stets die Teilnahme am Abschlusskonzert, dem sogenannten Konzert der Besten. Natürlich ist die Anzahl der Spieler in diesem Konzert schon aus zeitlichen Gründen begrenzt. Insofern ist es für die Gastprofessoren keine leichte Entscheidung, eine zufriedenstellende Auswahl an Organisten zu treffen. Lediglich ein junger Organist aus Holland, der regelmäßig jedes Jahr nach Altenburg kam, reagierte auf die Ablehnung seiner Mitwirkung an einem dieser Konzerte recht verärgert. Er hat sich daraufhin nie wieder für die Teilnahme an der Akademie angemeldet.

Besonders die asiatischen Studenten nutzen ihre Übungszeiten aber sehr ausgiebig und intensiv. Vor einigen Jahren beklagte sich deshalb die Kirchgemeinde in Ponitz völlig zurecht über drei südkoreanische Organistinnen, die die gesamte Nacht hindurch an der Silbermann-Orgel lautstark geübt hätten, sicherlich zum Verdruss der in umliegenden Häusern wohnenden Bürger.

Einer der deutschen Teilnehmer erzählte am Morgen beim Frühstück im Hotel in Eisenach, dass er die halbe Nacht über eine Wanderung bei Mondschein rund ums Hotel gemacht habe, da sein Bettnachbar so unerträglich geschnarcht hätte. Eine Organistin aus Deutschland und ein Organist aus der Schweiz lernten sich auf der Akademie kennen, verliebten sich und heirateten ein Jahr später.

Seit einiger Zeit übernachten die Gastprofessoren und die Teilnehmer in getrennten Hotels. Der Grund dafür ist sehr einfach. Wenn man tagsüber intensiv lehrt und studiert, dann möchte man am Abend im Hotel nicht weiterhin den Fachgesprächen mit wissbegierigen Studenten ausgesetzt sein.

Die Ankündigung des 25. Jahrgangs findet bereits großes Echo. Zahlreiche Anmeldungen liegen vor, so dass trotz des Fehlens der Altenburger Trost-Orgel wieder eine sehr erfolgreiche und inspirierende Thüringische Orgelakademie zu erwarten ist.

Die Thüringer Orgelakademie findet vom 24. bis 29. August im Altenburger Schloss statt. Anmelden kann man sich dafür noch bis Sonnabend über Residenzschloss Altenburg, Schloss 2, 04600 Altenburg, Tel. 03447 512710, Fax 03447 512732, E-Mail: k.roesser@residenzschloss-altenburg.de

Felix Friedrich

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