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Altenburg Ortsumfahrung Altenburg: Baustellen behindern erneut Verkehr
Region Altenburg Ortsumfahrung Altenburg: Baustellen behindern erneut Verkehr
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19:18 16.08.2012
Die Ortsumfahrung Altenburg bekommt zwischen den Abfahrten Nobitz und Mockern eine neue Deckschicht. Der Verkehr ist deswegen auf einer Fahrbahn gesperrt. Quelle: Mario Jahn

Autofahrer brauchen weiterhin Geduld in und um Altenburg. Denn neben den zahlreichen innerstädtischen Baustellen behindert seit Montag auch die Erneuerung der Fahrbahn auf der Ortsumfahrung den Verkehr. Laut Straßenbauamt Ostthüringen soll die halbseitige Sperrung der Bundesstraße zwischen der Abfahrt Nobitz und dem Abzweig Zwickauer Straße/Mockern bis Sonntag aufgehoben werden. Im Anschluss daran will man aber gleich ein 500 Meter langes Stück ab Abfahrt Mockern Richtung Schmölln sanieren und halbseitig sperren.

"Bis Ende August wollen wir mit allen Arbeiten fertig sein", sagte der stellvertretende Straßenbauamtsleiter Ulrich Wenzlaff nun auf OVZ-Nachfrage. Bis dahin werde es Einschränkungen geben, für die man alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis bitte. "Obwohl die Sperrung des Abschnitts zwischen dem Knoten Altenburg/Nobitz und Mockern planmäßig bis Ende dieser Woche aufgehoben werden soll, wird es dort wegen der fehlenden Markierungen nächste Woche eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h geben." Diese werde erst aufgehoben, wenn die Markierungen in der letzten Augustwoche aufgebracht seien. Schließlich müsse sich der Belag erst festigen. "Gleiches gilt für das sich direkt anschließende Stück Richtung Schmölln."

Als Grund für die Sanierung der Deckschicht mit Flüssigbitumen und Splitt führt Wenzlaff Abnutzung an. "Das ist völlig normal nach über zehn Jahren", erklärte er weiter. Allerdings wurde die Ortsumfahrung erst am 21. Mai 2004 eröffnet. "Teilstücke waren aber schon vorher fertig." Es habe geringe Spurrinnen auf der Straße gegeben. "Es geht darum, die Qualität der Fahrbahn zu sichern und die Verkehrssicherheit zu erhalten." Außerdem müsse der Belag komplett wasserdicht gemacht werden, da eindringende Nässe im Winter gefrieren und zu Schlaglöchern und Rissen führen könne. So könne man mit der nun aufgetragenen dünnen Schicht Kaltbelag die Haltbarkeit der Straße verlängern.

"Zudem ist dieses Verfahren kostengünstiger, als die Straße abzufräsen und eine komplett neue Deckschicht aufzutragen", so Wenzlaff weiter. Auf rund 175 000 Euro beziffert der stellvertretende Amtsleiter die Gesamtkasten der aktuellen Maßnahme. "Eine grundhafte Sanierung wäre in etwa doppelt so teuer gewesen und hätte länger gedauert."

Die Altenburger Ortsumfahrung wurden zwischen 2000 und 2004 gebaut und gilt mit ihren rund elf Kilometern als die längste und aufwendigste Ortsumfahrung Thüringens. Rund 41 Millionen Euro kostete das Projekt, das neben der Straße auch zehn Kilometer Wirtschaftswege, acht Kilometer Straßenanschlüsse sowie 17 Brücken beinhaltete. Anfang 2011 traten erste Probleme auf, als witterungsbedingt Böschungen auf Höhe des Krankenhauses abrutschten und für 180 000 Euro repariert werden mussten (OVZ berichtete).

Thomas Haegeler

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