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Altenburg Osterausstellung im Altenburger Schloss startet am 18. März
Region Altenburg Osterausstellung im Altenburger Schloss startet am 18. März
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21:20 08.03.2012
Museumsassistentin Gabriele Heinicke zeigt eine der ungewöhnlichen Taschen, die durch ein Straußenei verziert werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Diese und viele andere Kostbarkeiten und Kuriositäten sind in der neuen Osterausstellung "Kreativität und Exotik - Künstlerische Dekorationen auf Schmuck- und Straußeneiern" zu sehen, die ab Sonntag nächster Woche im Schloss gezeigt wird.

500 Eier von Laufvögeln im XXL-Format sind in den unterschiedlichsten kunsthandwerklichen Arbeitstechniken verziert, heißt es von der Stadtverwaltung. Filigrane Scherenschnitte und bestickte Motive sollen als Vorahnung der angewandten Vielfalt dienen, die den Betrachter erstaunen lässt. Objekte sind mit Oblatenbildchen beklebt oder mit Spitze belegt. Des Weiteren wurden Oberflächen geritzt, geätzt, gebohrt, gesägt und bemalt. Metallbelegte Eier mit Stadt- und Burgansichten, ergänzt mit edlen Steinen stellen künstlerisch und materiell einen hohen Wert dar, so die Stadtverwaltung.

Was aber hat das Straußenei mit Ostern zu tun? In frühesten Kulturen symbolisierte das Straußenei die Schöpfung und wurde ebenso bei Beerdigungsriten eingesetzt, heißt es weiter. Straußeneischalen fanden sich in frühchristlichen Gräbern als Sinnbild der Auferstehung. Wie Christus das Grab aufsprengte, so zerbricht das Küken die feste Eierschale. Besonders das seltene Straußenei wurde mit Wunder und Ehrfurcht verehrt. Seine Schale ist so hart, dass sie mit einem Hammer zerschlagen werden muss, und dennoch schafft es das zierliche Küken, sie zu durchbrechen.

Neben den Straußeneiern sind in der Schau 200 Miniatureier zu finden. Natureier, zum Beispiel von Zebrafink, Wellensittich, Wachtel und Taube sind bemalt, mit Sprüchen versehen oder mit figürlichen Szenen besetzt. Diese sind nur mit einer Lupe erkennbar. Unterschiedliche Materialien wie Holz, Edelstein, Perlen oder Glas sind weitere Werkstoffe. Hierbei sind die feinen Miniatureier von Carl Fabergé, Hofjuwelier des Zaren, zu nennen. Diese Eier dienten dem Zweck, als Schmuckanhänger an Halsketten und Armbändern getragen zu werden und galten als Glücksbringer und als Erinnerung an das Osterfest.

Die Schau im Goldsaal möglich gemacht haben in diesem Jahr wieder Edith und Waldemar Breitkreutz aus Gotha mit ihrer Sammlung. Schon mehrfach haben sie mit großen Osterausstellungen beeindruckt. Mit dieser Schau der größten Straußeneiersammlung im deutschsprachigen Raum wollen sich beide vom Altenburger Publikum verabschieden.

Nach einem Rundgang findet das Osterfrühstück statt, zu dem das hart gekochte Ei nicht vergessen werden soll. Die Kooperationspartner des Schlossmuseums, Schüler der Klassen 5a und 5b der Regelschule Erich Mäder, halten ein Angebot für die Besucher bereit.

Die Schau "Kreativität und Exotik" wird am 18. März um 11 Uhr eröffnet. Zu sehen ist sie bis zum 15. April dienstags bis sonntags und an allen Osterfeiertagen, auch Ostermontag, jeweils in der Zeit von 9.30 bis 17 Uhr.

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