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Altenburg Osterland-Center:Millionen-Investition kommt später
Region Altenburg Osterland-Center:Millionen-Investition kommt später
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02:28 29.05.2015
Verschobene Frischzellenkur für Einkaufszentrum: Osterlandcenter Altenburg - noch nicht umgebaut. Quelle: Mario Jahn
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Das bestätigte Investor Josef Hoffmann jetzt auf Nachfrage. Als Grund nannte er Probleme mit dem Baurecht. Gefährdet sei das Projekt aber nicht.

"Wir halten an den Plänen fest", sagte der Chef der bayerischen MJM Immobilien GmbH, dem das Osterland-Center gehört. Realistischerweise sei mit einer Eröffnung in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. "Selbst wenn es im Herbst so weit sein sollte, dass wir die Genehmigung haben, schaffen wir höchstens noch die Fundamentierung. Wir gehen - so leid mir das tut - von 2016 aus." Er tue alles, um diesen Zeitplan zu realisieren. "Aber jeder Tag früher ist mir recht."

Im Mai 2014 hatte Hoffmann angekündigt, im Frühling dieses Jahres zwischen dem jetzigen Center und der Sternstraße für Aldi einen neuen Markt mit über 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche bauen zu wollen (derzeit 800 m²). Zudem sollen alte Gebäude an der Ecke Geraer Straße abgerissen und der Freiraum unter anderem für weitere Parkplätze und Grünflächen genutzt werden. Und in der Sternstraße soll eine Bushaltebucht entstehen - so wie vor dem Kaufland in Südost. Gesamtvolumen des Neubaus und der Umfeld-Verschönerung: 2,5 bis drei Millionen Euro.

Um das Projekt voranzutreiben, reichte Hoffmann die geforderten Unterlagen bei der Stadt Altenburg ein, stellte die Pläne im Stadtrat persönlich vor und bekam dort im September, wie berichtet, auch grünes Licht für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans. "Aber im Laufe der Bearbeitung des Antrags hat man festgestellt, dass das zu Schwierigkeiten mit dem Baurecht führt", erklärte Hoffmann. Die Konsequenz: ein angepasstes Konzept für viel Geld. Laut Investor konnten bei drei Vor-Ort-Terminen nun aber alle Einwände - unter anderem wegen des Schallschutzes und der Anlieferung - ausgeräumt werden. Einzig die Gespräche mit dem Landesverwaltungsamt laufen noch.

Angesichts dessen, dass der neue Aldi Dreh- und Angelpunkt ist, wundert es wenig, dass Hoffmann in Sachen Neuzugänge für das - bis auf den Discounter, zwei Billig-Märkte und ein Reisebüro - derzeit zu zwei Dritteln leer stehende Osterland-Center noch wenig sagen kann. "Es gibt sehr weitgehende Gespräche, die aber noch nicht abschlussfähig sind", erklärte der Eigentümer. "Denn man weiß ja noch nicht, wer mal Nachbar sein wird."

Die momentanen Renovierungsarbeiten in Teilen des Centers jedenfalls sind noch keine Vorboten neuer Mieter. "Im März und April sind uns über 40 Regenfallrohre und Dachrinnen geklaut worden, womit man mehr als zehn Einfamilienhäuser ausstatten kann", begründete der Geschäftsmann, der zu jener Zeit fast täglich einen Anruf wegen eines erneuten Vorfalls erhielt, die Aktivitäten. "Das ist sehr ärgerlich." Schließlich habe man dadurch nun für über 10 000 Euro neue Dachrinnen anbringen und wegen Wasserschäden Flächen renovieren lassen müssen. Entmutigen lässt sich Hoffmann aber selbst dadurch nicht.

Thomas Haegeler

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