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Altenburg Osterzeit im Osterland
Region Altenburg Osterzeit im Osterland
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18:25 17.04.2017
An der Bockwindmühle in Lumpzig verteilte die Osterhase aus seinem Korb heraus Ostereier an die jüngsten. Zahlreiche Besucher kamen auch in diesem Jahr zum traditionellen Ostermarkt, auf dem etliche Handwerker seltene Handwerkskunst zeigten. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Zahlreiche Veranstaltungen lockten am Osterwochenende die Menschen ins Freie. Und das trotz nicht gerade idealer Witterungsbedingungen – der April, der ja für seine schnell wechselnden Wetterlaunen bekannt ist, gab in diesem Jahr sein Bestes, um seinem sprichwörtlichen Ruf gerecht zu werden.

Mit gutgelaunten Besuchern, tausenden bemalten und verzierten Eiern und einem spannenden Fußballspiel feierte die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Altenburg-Zschernitzsch gemeinsam mit dem Feuerwehrverein Altenburg am Wochenende das 11. Osterbrunnenfest. Dabei machten Regen und Wind vor allem das für Abend geplante Osterfeuer unmöglich.

Auch eine riesige, aus gelben Eiern gestaltete Sonne konnte am Samstag das Wetter nicht umstimmen, und so spielte das Wasser zur Eröffnung des Festes in vielerlei Hinsicht eine große Rolle. Nach dem traditionellen Osterspaziergang vom Alten- und Pflegeheim „Albert Schweitzer“ in die Zschernitzscher Borngasse eröffnete Prädikantin Birgit Kamprath das Fest. Dabei plätscherten nicht nur die Quellen, sondern bald auch die Regentropfen auf die Köpfe der Besucher, die jedoch in Stille der feierlichen Eröffnungsrede Kamprath’s lauschten und vielleicht sogar aus Trotz anschließend das bekannte Volkslied „Wenn alle Brünnlein fließen“ anstimmten.

Die Zahl elf war – laut den Organisatoren ungewollt – immer wieder zu finden. So wurden in diesem Jahr etwa 11 000 Eier verbaut und angerichtet. Dabei waren dem Ideenreichtum der kleinen und großen Künstler wieder keine Grenzen gesetzt. Ein großes Dankeschön richteten die Veranstalter gleich an die Kinder und Lehrer der Wilhelm-Busch-Schule, des Karolinums sowie der Regenbogen-Schule, die erneut einen großen Teil der bunten Eier beisteuerten. Wie bereits in den vergangenen Jahren gab es auch in der 11. Auflage des Brunnenfestes wieder ein Thema. So konnten und können sich Besucher auf die „Hasenarena“ freuen, in der sich die Mannschaften des SV Hoppelsheim und des 1. FC Karotte gegenüberstehen. Bisher steht es in der spannenden Begegnung der sportbegeisterten Hasengemeinschaft 1:1 unentschieden.

Im Anschluss an die Eröffnung des Brunnen fanden sich die Besucher des Festes auf dem Dorfplatz ein, auf dem der Feuerwehrverein und fleißige Helfer aus der Gemeinde mit Kaffee und Kuchen sowie Herzhaftem vom Grill warteten. Dass das Wetter den kleinen Gästen dabei einen Strich durch die Rechnung machte und ein Aufbau der Hüpfburg schlicht unmöglich war, trübte die Stimmung kaum.

Die am Abend geplante Andacht übernahm kurzfristig mit Angelika Rudnik, der ehemaligen Pastorin der Gemeinde, eine der Gäste des Festes. Anschließend sollte eigentlich das Osterfeuer entzündet werden, doch die Verantwortlichen der Feuerwehr mussten dies den Besuchern leider verwehren. Vor allem durch die kräftigen Windböen wäre ein Feuer unverantwortlich gewesen. Doch auch das tat der Stimmung keinen Abbruch. So feierten die Gäste bis in die späten Abendstunden hinein im Festzelt, so dass auch das 11. Osterbrunnenfest wieder ein voller Erfolg wurde.

Hochzufrieden zeigten sich auch die Organisatoren des 5. Ostermarktes an der Lumpziger Bockwindmühle. Hier hatte der Verein Altenburger Bauernhöfe am Sonnabend eingeladen – und rund 1000 Besucher folgten dieser Einladung. „Die Resonanz der Leute war super – und auch mit dem Wetter hatten wir richtig Glück“, freute sich Vorstandsvorsitzender Martin Burkhardt. „Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet – denn die Vorhersagen waren für dieses Jahr ja eher horrormäßig.“ Doch Petrus war am Sonnabend gnädig – und so konnte das komplette Programm auch so abgespult werden, wie es geplant war, sagte Burkhardt. Und das bestand hauptsächlich im bunten Markttreiben, bei dem etliche Händler ihre Waren feilboten – es gab Blumen und Grünpflanzen, Dekorationsmaterial, Bastel- und Kreativprodukte, Keramik, Holzspielzeug und Honig. Zudem zeigten diverse Handwerker seltene Handwerkskunst – beispielsweise Brandmalerei und Flechtkunst. Und natürlich konnten auch die Mühle besichtigt und ein Foto von Meister Lampe höchstpersönlich gemacht werden, der im überlebensgroßen Kostüm durchs Gelände hoppelte, während der Lumpziger Spielmannszug für Unterhaltung sorgte.

Von René Reichwagen

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