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Altenburg Ostthüringen: Mutmaßliche Serieneinbrecher sitzen in U-Haft
Region Altenburg Ostthüringen: Mutmaßliche Serieneinbrecher sitzen in U-Haft
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19:27 06.11.2015
Die mutmaßlichen Serieneinbrecher von Schmölln und Greiz sitzen seit Freitag in Untersuchungshaft. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Schmölln/Gera

Dieser gab dem Antrag statt, so dass die beiden Albaner, die am Donnerstag festgenommen worden waren, umgehend ins Gefängnis gebracht wurden. Inwieweit die beiden Asylbewerber, deren bisherige Unterkünfte in Schmölln und Greiz am Donnerstag durchsucht worden waren, für alle der 24 Einbrüche in Einfamilienhäuser seit August verantwortlich als Täter infrage kommen, ist laut Staatsanwaltschaft jedoch noch  unklar. „Es ist noch viel zu ermitteln“, sagte Sprecherin Annett Börner-Lange. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ halte man sich derzeit auch mit weiteren Angaben zu den Tatverdächtigen und den genauen Umständen der Taten zurück. Auch zur Gesamtschadenhöhe konnte sie nichts sagen, weil das entsprechende Protokoll noch fehlt. Allein die von der Polizei für Schmölln veröffentlichten Schadenhöhen summieren sich auf knapp 10.000 Euro.

Nach OVZ-Informationen haben die Ermittler ihren Fahndungserfolg einem findigen Schmöllner Hausbesitzer am Stadtwald zu verdanken, der eine Wildkamera auf seinem Grundstück aufgestellt hatte. Allerdings nahm die Fotofalle, die nur bei Bewegungen aktiv wird, kürzlich keine Tiere auf, sondern zwei Einbrecher, die sich auf dem Gelände zu schaffen machten, dabei aber scheiterten. Auf den Bildern waren die Männer  so gut zu erkennen, dass der Besitzer das Material der Polizei zur Verfügung stellte. Das Grundstück befindet sich unweit jener Häuser in Schmölln, deren Bewohner bereits Opfer von Einbrüchen geworden waren. In einem Fall waren die Einbrecher eingedrungen, obwohl die Eltern mit einem Kleinkind im Keller schliefen und ein größeres Kind allein im Obergeschoss lag. Das wollte die Staatsanwaltschaft aber ebenfalls aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht kommentieren.

Aufgrund des frühen Stadiums der Ermittlungen sei auch noch nicht absehbar, ob und wann es zu einer Anklage komme, so Börner-Lange. Als mögliche Verhandlungsorte kommen sowohl die Amtsgerichte in Altenburg als auch die in Gera und Greiz infrage – je nachdem, ob man sich für den Schwerpunktort der Taten, den Wohnort der mutmaßlichen Täter oder den Ort des zuständigen Haftgerichts entscheidet.

Thomas Haegeler/Jens Rosenkranz

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