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Paddy Kelly löst in Kosma Kreisch-Alarm aus

Paddy Kelly löst in Kosma Kreisch-Alarm aus

Kaum ein freier Parkplatz ist am Freitagabend in Kosma zu finden gewesen. Autos aus Chemnitz, Leipzig, Glauchau, Zwickau und natürlich Altenburg säumten Straßen und Parkflächen; sogar aus Erfurt, Sangerhausen und Nürnberg waren Fans angereist, um ihr Idol live auf der Bühne zu erleben: Paddy Kelly.

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Paddy Kelly gibt sich bescheiden: Unplugged und mit Gitarre stellt er in Kosma die Songs seiner Alben vor. Fotos: Mario Jahn

Quelle: Mario Jahn

Gespannte Gesichter bereits Minuten vor Konzertbeginn: Das überwiegend junge Publikum im voll besetzten Landgasthof schwatzte, lachte und blickte immer wieder erwartungsvoll zur Bühne. Doch Paddy Kelly ließ sich Zeit. Fünf Minuten vergingen, zehn - Paddy kam nicht. Rufe, Pfiffe, dann aufforderndes, rhythmisches Klatschen - ein Aufschrei ging durch die Menge, als der Sänger endlich die Bühne betrat. Die Fans sprangen von den Plätzen, klatschten, jubelten - es war ein Hexenkessel.

 

Auf der Bühne stand ein sichtlich gerührter junger Mann in Jeans, mit T-Shirt und Weste, allein mit seiner Gitarre und lächelte ins Publikum. Dann griff er in die Saiten und begann zu spielen. Abermals ging ein Aufschrei durch die Menge. Die Teenies riss es regelrecht von den Sitzen, sie sangen, klatschten und wippten im Takt mit, ließen sich von den Klängen der Musik mittragen, waren mit ganzem Herzen und allen Sinnen bei ihrem Paddy.

 

Der berührte am Freitagabend mit seiner Persönlichkeit, sang live und unplugged, begleitete sich selber auf der Gitarre oder am Klavier. Seine kräftige Stimme, die man ja aus den Zeiten der Kelly Family noch kennt, erfüllte den Raum, verzauberte das Publikum und ließ den Saal erbeben.

 

Paddy sang ausschließlich englische Titel aus seinen Alben. Es erklangen altbekannte und neue, temperamentvolle und nachdenkliche Lieder. Die jeweilige Stimmung übertrug sich auf die Zuhörer, die zum einen lautstark und begeistert mitsangen, die aber auch leise und bewegt zuhören konnten.

 

Und die richtigen Fans hatten auch die passenden Utensilien dabei: zwei Löffel. Mit diesen ging es nach der Pause weiter: Die Fans schlugen oder klapperten den Rhythmus zu "Knick-Knack-Paddy-Wack", unterstützt wurden sie durch Füßestampfen und Händeklatschen der Gäste ohne Krachmacher. Die Stimmung war großartig.

 

Mit einem vertonten "Gebet" aus dem 11. Jahrhundert, in Latein gesungen und im Kloster komponiert, und "An Angel" stellte sich ein neuer, gereifter und nachdenklicher Paddy Kelly seinem Publikum vor. Nach dem Medien-Rummel um seine Person hatte er viele Jahre in einem Kloster in Frankreich und als Mönch in der "Ordensgemeinschaft vom heiligen Johannes" gelebt. Seine beste Zeit nach der Kindheit, wie der Sänger erzählte.

 

Paddy ist leidenschaftlicher Sänger, Musiker und Komponist, aber darüber hinaus auch ein Künstler mit sozialem Engagement. Als Botschafter der Organisation Caritas International setzt er sich für Menschen ein, denen es nicht so gut geht. Auch dies spiegelte sich mit einer Schweigeminute für die Menschen in Kriegsgebieten oder die Unterdrückten in allen Ländern diesere Erde während des Konzerts wider.

 

Danach ging es weiter mit leisen Klängen. Doch als das bekannte Lied "Sometimes" erklang, hielt es die Fans nicht mehr auf ihren Plätzen. Sie fassten sich an den Händen, wiegten sich im Takt und sangen im Chor. Paddy Kelly suchte den Kontakt zu seinem Publikum, ging singend durch die Reihen, klatschte oder schüttelte Hände und fühlte sich sichtlich wohl in der Menge. Und versprach, dass es nicht der letzte Besuch in Altenburg gewesen sein wird.

Margitta Tittel

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