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Altenburg Paditzer Trafohäuschen wird an hochwassersicheren Standort umverlegt
Region Altenburg Paditzer Trafohäuschen wird an hochwassersicheren Standort umverlegt
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18:55 22.08.2012
Elektriker Jörg Weber ist gestern dabei, die neuen Anschlüsse im neu gesetzten Trafohaus in Paditz herzustellen. Quelle: Mario Jahn

Der Standort der Trafostation im Altenburger Ortsteil Paditz erhitzte über Monate die Gemüter. Denn das Häuschen, in der Fachsprache Netzstation genannt, von dem aus 60 Haushalte mit circa 200 Kunden versorgt werden, drohte bei den Überflutungen im Januar 2011 regelrecht abzusaufen. Jetzt bekommt die Station einen neuen Standort, der auch bei Hochwasser nicht überflutet werden dürfte.

Dabei ist der alte Standort keineswegs in die Jahre gekommen, sondern noch sehr neu: Erst im Mai 2009 wurde das Häuschen in Betrieb genommen. Und es habe keinerlei Einwände der Behörden gegen diesen Standort wegen einer möglichen Gefährdung durch Hochwasser gegeben. Dies betont Sören Rother vom Anlagenmanagement des Netzbetreibers Envia auf OVZ-Anfrage.

Doch eine gewisse Gefahr kalkulierten die Erbauer offenbar schon damals ein: Die Station wurde bereits auf einem Sockel errichtet. Was im Januar 2011 auch dazu führte, dass die Station beim Hochwasser zwar nur mit Wathosen erreichbar war, aber nicht abgeschaltet werden musste. Der Vorfall von Anfang 2011 sorgte vor allem für heftige Proteste bei den Paditzern. Denn falls Wasser tatsächlich eingedrungen wäre und es eine Abschaltung gegeben hätte, wäre der gesamte Ortsteil ohne elektrische Versorgung gewesen.

Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Die Station wird an der Paditzer Bushaltestelle neu errichtet. "Diese Stelle wurde in Abstimmung und auf Vorschlag der Stadt Altenburg ausgewählt", teilt der Experte weiter mit. Selbst im Falle eines neuerlichen Hochwassers kann von dort aus die Versorgung des Ortsnetzes weiter gewährleistet werden, um die Paditzer sicher weiter mit Strom zu versorgen. Denn in einem Überflutungsfall wären sie auch dringend auf Elektrizität angewiesen, um ihre Grundstücke leerpumpen zu können. Um sich beim neuen Standort nicht wieder zu verkalkulieren, seien extra Höhenmessungen in Auftrag gegeben und durchgeführt worden. Diese ergaben, dass der Platz hinter der Bushaltestelle 40 Zentimeter über dem Pegel des Jahrhunderthochwassers von 2002 liegt und so auch im Extremfall noch von mindestens einer Seite her begehbar und bedienbar bleibt.

Billig wird der Neubau nicht: Inklusive der Kosten für alle Umverlegungen der Kabel belaufen sich die nach Unternehmensangaben auf circa 40 000 Euro. Zumindest hat die örtliche Wirtschaft etwas von dem Projekt: "Die Aufträge, für die Ausführung der Station und die Verlegung der Kabel, wurden an regionale Partnerfirmen vergeben", teilt Rother mit.

Jörg Wolf

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